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29.5.2010 von Lumpazi.
Damit Herrchen auf dem Weg in den Allgäu nicht so eine lange Fahrt hat, hatten Moosi und er beschlossen, in Dettingen/Teck eine Übernachtung im Gasthof Rössle einzulegen. Darüber war ich auch sehr froh, denn ich sitze nicht gerne so lange im Auto. Da drin gibt es nämlich nie was Leckeres zu futtern. Höchstens mal eine Stulle und einen Apfel.
Wir kamen auch rechtzeitig in Dettingen an, um noch gemütlich unser Abendbrot im Rössle einzunehmen. So war es nämlich geplant, und ich hatte mich schon sehr darauf gefreut. Moosi hatte nämlich immer von den leckeren hausgemachten geschmälzten Maultaschen geschwärmt, die sie im letzten Jahr dort gegessen hatte.
Tja, ich hatte mich mal wieder zu früh gefreut, das Restaurant war ausgerechnet an diesem Tag geschlossen. Ich kann Euch gar nicht sagen, wie enttäuscht ich war. Ich schöpfte wieder Hoffnung, als Moosi vorschlug, doch auf der Burg Teck einen leckeren Zwiebelrostbraten zu futtern. Lecker! Das ist auch ein Festessen für Schweinehunde.
Wir setzten uns also ins Auto und fuhren los. Ich sah schon von weitem die schöne Burg oben auf dem Teckberg stehen. Wir fuhren eine schmale Straße hinauf. Plötzlich, auf halbem Weg, hielten wir auf einem Parkplatz an. Was war das? Hatten die es sich anders überlegt? Des Rätsels Lösung: Man darf nicht bis zur Burg hochfahren, sondern muss einen Teil des Weges wandern. Die Burg Teck ist nämlich ein Wanderheim. Ich hätte Moosi ermorden können und überlegte schon, welche Mordwaffe die beste wäre. Vom Parkplatz “Bölle” ging es dann anderthalb Kilometer ganz steil den Berg herauf. Mir hing die Zunge aus dem Hals und ich hatte einen Bärenhunger. Zur Belohnung gab es Zwiebelrostbraten und Rotwein. Da war ich wieder besänftigt.
Leider kam zum Schluß noch eine Überraschung von Moosi: Zurück wanderten wir zu dem anderen Parkplatz. Der heißt “Hörnle” und liegt doppelt so weit von der Burg weg. Und von da dann wieder zum ersten Parkplatz zu unserem Auto. Als wir dort ankamen, war es fast ganz dunkel und wir fuhren nach Dettingen zurück. Und dort haben Herrchen und Moosi dann noch einen Stadtrundgang gemacht. Damit das Essen nicht so schwer im Magen liegt, hat sie gesagt. Ich glaube, ich muss Moosi doch noch ermorden.
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15.5.2010 von Lumpazi.
Gestern morgen hat Moosi mir einen richtigen Schock versetzt: Zum Urlaub geht es wieder in die Berge. Dabei wollte ich doch nicht wieder dorthin.
Ich kann mich noch gut erinnern, wie kaputt ich im letzten Jahr gewesen bin. Deshalb will ich auch nie, nie wieder so einen Urlaub haben. So ein Mist. Hoffentlich ist das Wetter so schlecht, dass wir überhaupt nicht rausgehen können. Dann kann ich nämlich auf dem Sofa sitzen und fernsehen. Aber das sieht düster aus: Moosi hat schon eine Menge Pläne, wo sie überall hinwandern will. Alles Plätze, zu denen man stundenlang unterwegs ist und hunderte von Metern hochsteigen muss. Das ist Tierquälerei.
Einen Hoffnungsstrahl habe ich aber noch: Moosi ist ziemlich angeschlagen und längst nicht so fit wie im letzten Jahr. Von ihren 66 Kilo hat sie sich schon verabschiedet, sie hat nämlich eines zugenommen. Da kann sie sich nicht so verausgaben wie im letzten Jahr.
Auf jeden Fall werde ich die Daumen drücken, dass Moosi am Samstag keine neuen Wanderschuhe findet, die ihr richtig passen. Bei ihren kleinen Füßen ist das nämlich gar nicht so einfach, wenn sie keine Kinderschuhe nehmen will. Und die vom letzten Jahr sind kaputt. Soll sie doch lieber ein paar gemütliche Hüttenschuhe kaufen. Damit kann sie die Füße hochlegen und ein Buch lesen. Ist viel gesunder, und außerdem bildet es auch noch. Das kann Moosi bestimmt nichts schaden.
Drückt mir also fest die Daumen, Leute, damit ich einen geruhsamen Urlaub habe.
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1.5.2010 von Lumpazi.
Heute habe ich festgestellt, dass es viel mehr verschiedene Bäume gibt, als ich bisher gedacht habe. Und manche davon sind wirklich riiiiesig. Das sind die Riesenmammutbäume. Da würde selbst der größte Schweinehund gerne sein Beinchen dran heben. Diese schönen Bäume stehen aber nicht in unserem Wald, sondern sie wachsen im Forstbotanischen Garten in Köln. Das ist ein großer Park nur für Bäume und Sträucher, und dorthin sind Moosi und Herrchen mit mir gefahren.
Moosi hat nämlich seit ein paar Tagen Herz-Kreislauf-Probleme und kann nicht joggen, wandern oder walken gehen. Deshalb geht sie jetzt spazieren, und manchmal möchte sie etwas anderes sehen als unseren Wald zu Hause. Zum Beispiel die Rhododendron-Blüten, von denen wir heute ganz viele gesehen haben. Die waren schön! Es gab sie in ganz vielen verschiedenen Farben. Überhaupt war es schön bunt dort. Es wohnen nämlich auch Pfauen in diesem Park. Die sind sehr hübsch, machen aber einen Riesenkrach. Da bin ich doch ein viel angenehmeres Tier. Ich bin zwar nicht so hübsch, dafür krakeele ich aber auch nicht so laut herum.
Einen großen Fehler hat aber dieser Forstbotanische Garten: Weit und breit gibt es nichts zu essen. Weder ein Restaurant noch ein Kiosk. Dabei hätte ich so gerne eine fette Currywurst mit Pommes-Schranke gehabt. Aber nein! Absolut tote Hose, essenstechnisch. Darüber war ich ziemlich sauer und ich habe ordentlich gequengelt. Leider wollte Moosi mir nichts geben, weil sie aufpassen muss, dass sie nicht zunimmt, wenn sie keinen Sport macht. Sie ist doch so glücklich über ihre 66 Kilo. Dabei sollte sie sich doch freuen, wenn endlich wieder ein bisschen Speck an ihr dran ist. Moosi ist wirklich seltsam.
Zu Hause wurde ich dann aber getröstet, denn Herrchen hat gegrillt und ich durfte mich an einem leckeren Steak und einem Putenspieß gütlich tun. Sehr lecker! Als Nachtisch gab es sogar noch ein Fruchteis und da war die Welt wieder in Ordnung. Ich hoffe, Moosi wird nun nicht anfangen zu knausern, nur weil sie keinen Sport machen kann. Ich jedenfalls bin heilfroh, dass ich nun nicht dauernd herumhampeln muss. Hoffentlich habe ich noch ein paar Wochen Ruhe!
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