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27.3.2010 von Lumpazi.
Endlich hatte Petrus mal ein paar schöne warme Tage mit in den Wettercocktail gemixt. Wenn endlich der Frühling kommt, dann haben auch Schweinehunde wieder Spaß an der Bewegung. Natürlich nur, wenn sie nicht ausartet. Moosi übertreibt da für meinen Geschmack oft ein bisschen.
Glücklicherweise hatte sie Anfang letzter Woche eine Magenverstimmung, so musste ich mich in der vorletzten Woche nicht so anstrengen. Dafür hat sie in den letzten Tagen fleissig im Garten gewerkelt. Prompt saß Tiger, der blöde Muskelkater, abends am Bettrand und hat fies gegrinst, weil mein Rücken so weh tat. Autsch! Dieses Viech ist wirklich gemein. Mit Gartenarbeit wollte ich deshalb nichts mehr zu tun haben. Also habe ich mich gestern schön auf die Gartenbank gesetzt und Moosi alleine buddeln lassen. Dabei hatte ich viel Zeit zum Nachdenken.
Irgendwie begreife ich nicht, warum Moosi all die schönen Stöckchen, die sie vor vier Wochen aus den Sträuchern geschnitten hat, zerkleinert und zum Grünabfall bringt. Da hat man doch gar nichts mehr zum Spielen. Versteht Ihr das?
Warum buddelt sie immer nur irgendwelche Zwiebeln und Wurzeln ein? Ein schöner großer Knochen wäre doch viel schöner. Wenigstens für Schweinehunde. Ich hätte auch gerne mal gewußt, warum Moosi tonnenweise Pflanzen ausgräbt und aussticht, und dafür andere wieder eingräbt. Hat sie Langeweile? Wozu macht die das?
Sie hat irgendwas von “Unkraut” gemurmelt. Was ist das, “Unkraut”? Moosi ist manchmal sehr verwirrend. Im Kräuterbeet dürfen der Löwenzahn und der Waldmeister bleiben, da nennt Moosi sie “Wildkräuter”, im Rosenbeet nennt sie das gleiche Zeug “Unkraut”. Ich glaube, das Frauchen muss sich mal untersuchen lassen, Gartenarbeit scheint nicht gut fürs Hirn zu sein. Und nicht nur das - es schadet auch der Figur. Moosi ist schon wieder schlanker geworden und wiegt jetzt nur noch 67,1 kg.
Damit das nicht wieder vorkommt, richte ich einen dringenden Appell an die Gärtnerfraktion: Vor einer so gefährlichen Beschäftigung wie der Gartenarbeit muß die Bevölkerung gewarnt werden. Schließlich ist das bei Zigaretten ja auch vorgeschrieben. Bitte schreibt auf Eure Gartentörchen folgenden Warnhinweis: “Gärtnern schadet Ihrer Gesundheit, verdirbt Ihre Figur und läßt Ihre Gehirnzellen absterben!”
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13.3.2010 von Lumpazi.
Das hat man nun davon, wenn man ein treues Haustier ist. Ich habe mal wieder des Guten zuviel getan. Moosi war ganz schnell wieder auf den Beinen. Kaum fühlte sie sich besser, ließ sie die Supernanny raushängen und ich bekam eins auf die Pfoten. Undank ist der Welten Lohn!
Sie nahm mich mit zum Joggen, und das war ganz schrecklich. Der Weg um die Talsperre war dick vereist, und meine armen Pfoten haben nun mal kein rutschfestes Profil. Deshalb musste ich an meiner Leine immer hilflos hinter Moosi herschliddern, dabei pendelte ich von einer Wegseite zur anderen. Grrr… Warum gibt es im Zoogeschäft keine Gummisohlen für Schweinehunde? Hoffentlich trainiert Moosi nicht für die nächste Wok-WM. Der Weg jedenfalls war der reinste Eiskanal.
Als es endlich taute, habe ich drei Kreuze geschlagen. Endlich wieder Wetter, bei dem ich vernünftig laufen kann. Hatte ich wenigstens gedacht. Aber am 28. Februar kam Xynthia. Hört sich gar nicht gefährlich an, nicht wahr? Aber Xynthia war keine hübsche Hundedame - und auch kein schönes Mädchen. Es war der Name von einem Sturm, der über unser friedliches Bergisches Land gebraust ist, und dabei massenweise umgeknickte Bäume, abgedeckte Dächer und viele andere Verwüstungen zurückgelassen hat. Auch unserem Dach fehlten einige Ziegel, und am Flurfenster ging die Scheibe kaputt.
Tja - joggen um die Talsperre war dann nicht. Deshalb beschloss Moosi, lieber zu walken. Das war sehr angenehm für meine Pfoten, aber - Herrgottsakra - muss das sein, dass man alle fünfzig Meter über irgend einen Baumstamm klettern muß? Ich will doch kein Hürdenläufer werden, verflixt noch mal! Ich war so sauer, dass ich Moosi mit der Gewerkschaft gedroht habe. Deshalb hatte sie vorsichtshalber mit der nächsten Runde gewartet, bis die Bäume aus dem Weg geschafft waren. Höhö - jetzt weiß ich, wie ich sie austrickse.
Mit der nächsten Runde im Wald hatte ich aber wieder kein Glück: Inzwischen hatte es wieder Massen von Neuschnee gegeben, und als der endlich getaut war, waren die Waldwege nur noch eine einzige Schlammwüste. Und was tat Moosi? Na klar - die watete mitten durch den Modder, ohne Rücksicht auf Verluste. Und ich musste sie begleiten. Mein Fell war voller Schlamm. Anschliessend wurde ich unter die Dusche gestellt und ordentlich geschrubbt. Ich hasse das!
Natürlich haben diese unbequemen Aktivitäten mal wieder meine ganzen Bemühungen um Moosis Gesundheit sabotiert. Ihr Gewicht war zwar nur 200 Gramm gesunken, aber leider hat sie in der Taille und an der Hüfte jeweils einen Zentimeter weniger. So ein Mist! Natürlich war ich ziemlich schlecht gelaunt. Aber Moosi hat dann eingesehen, dass ich endlich mal wieder eine Belohnung verdient hatte: Sie und Herrchen nahmen mich mit zum Kroaten, und da bekam ich ein wunderbares Essen. Und da war die Welt endlich wieder in Ordnung.
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27.2.2010 von Lumpazi.
Müssen Menschen eigentlich immer gerade dann eine schwere Erkältung bekommen, wenn ihr geliebtes Haustier die Hundegene ein wenig vergessen möchte und mal so richtig die Sau rauslassen will? Da hab ich mich soo auf den Valentinstag gefreut, wo Herrchen meine Moosi mal richtig lecker zum Essen ausführen wollte - und was ist? Das Herrchen wird krank, und wir müssen zu Hause bleiben. Kein Rumpsteak für mich und Frauchen, kein Rotwein und kein Dessert. Menno.
Ich habe mich dann damit getröstet, dass ja noch Karneval ist und Frauchen sogar Rosenmontag frei hat. Also eine tolle Gelegenheit für mich, mit Frauchen mal richtig auf die Rolle zu gehen. Mir lief schon das Wasser im Mund zusammen, weil ich mich so auf die leckeren Krapfen, Muzen und Berliner gefreut habe. Ganz zu schweigen von Kölsch und Feiglingen und dem leckeren Süßkram und dem Glühwein beim Rosenmontagszug. Auch Moosi hatte sich schon sooo gefreut, aber leider wurden wir enttäuscht. Sie hatte sich bei Herrchen angesteckt und lag von Freitagabend bis Montag mit Fieber im Bett. Und ich hatte deswegen Stubenarrest. Ist doch nicht meine Schuld, oder? Warum werde ich dann bestraft?
Na ja, wenigstens konnte sie auch nicht joggen gehen. Das hatte sie eigentlich vorgehabt, aber bei dem eisigkalten Nieselregen wäre das wirklich nicht schön gewesen. So blieb mein Fell trocken und ich konnte mich gemütlich aufs Sofa legen. Und Herrchen organisierte einen leckeren Gyrosteller und Hähnchenschenkel.
Leider ist Moosis Gewicht jetzt von 69,5 auf 68,3 gesunken. Bestimmt sind die bösen Erkältungsviren daran schuld. Arme Moosi! Soo krank sieht sie aus. Aber ich werde mich ganz doll anstrengen, damit sie wieder richtig auf die Beine kommt. Bin ich nicht brav?
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13.2.2010 von Lumpazi.
Langsam habe ich den Winter aber echt satt. Das ist keine geeignete Jahreszeit für Schweinehunde. Die sehnen sich dann nach einem gemütlichen Kaminfeuer (was Moosi leider nicht hat) und nach einem faulen Tag auf dem Sofa. Mit einem leckeren Kakao und was zum Knabbern.
Aber was kriege ich? Muskelkater vom Schneeschippen. Und wunde Pfoten vom Wandern. Moosi und Herrchen hatten ihre Drohung wahr gemacht und sind stundenlang durch die Wupperberge gelaufen und ich musste mit. Wenigstens konnte Moosi nicht so schnell gehen, weil sie den Rücken voller Prellungen hat. Sie ist nämlich schon wieder gestürzt, diesmal auf einer vereisten Treppe. Hier wird nämlich nicht mehr gestreut, es ist kein Salz mehr da. Die Strassen sind spiegelglatt.
So fuhren auch tagelang keine Busse und Moosi musste zur Arbeit und zurück zu Fuß gehen. Mich hat sie natürlich hinterhergezerrt. Ich wäre so gerne wie Tiger, dieser faule Kater, auf einem weichen Kissen in der Küche liegen geblieben. Aber mein grausames Frauchen kennt ja keine Gnade. Ein Wunder, dass ich nicht schon die Radieschen von unten begucke, so wie ich mich schinden musste in den letzten Tagen. Ich bin doch so klein und zart, und der alte Schnee ist zu riesigen hartgefrorenen Eisbergen überall an den Straßenrändern aufgetürmt. Manchmal über 1,50m hoch. Ich komme mir vor wie die Titanic zwischen all diesen Eis- und Schneemassen. Hoffentlich überleb ich das.
Moosi ist diese ganze Anstrengung aber auch nicht gut bekommen. Sie ist schrecklich abgemagert und wiegt nur noch 69,5 kg. Die Ärmste! Die Hosen schlabbern schon ganz doll und sie tut mir ganz furchtbar leid. Ich muss unbedingt was unternehmen, um ihr zu helfen. Glücklicherweise kann sie nicht in Helmuts Muckibude gehen, weil der Rücken noch so schmerzt. Das gibt mir noch ein bisschen Zeit, um einen Plan zu schmieden, bis die Schmerzen von Moosi vorbei sind. Sonst geht es mir bald doch noch an den Kragen und ich gehe unter - genau wie die Titanic.
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23.1.2010 von Lumpazi.
Ich glaube, 2010 wird kein gutes Jahr für Schweinehunde. Bis Ende letzter Woche konnte ich mich mit meinem Fressi ja noch anfreunden, aber seit Moosis Figurtest knurrt mir ganz erbärmlich der Magen. Als ich am letzten Samstag schnell mal in Moosis Plan gespinxt habe, hätte ich am liebsten den Stecker aus dem Blechheini gezogen: Für die ganzen Tage bis einschließlich Samstag waren immer nur zwischen 1.200 und 1.400 Kalorien da eingetragen.Wie sollte ich davon satt werden? Und was würde Moosi da essen? Sicher nichts, was Schweinehunden schmeckt.
Es kam genau so, wie ich es befürchtet hatte: Viel zu viel Obst und Gemüse, Reis und Kartoffeln. Viiiel zuwenig Fleisch und Wurst, und üüüberhaupt nichts Süßes. Menno! Moosi hat auch schon eine ganze Menge abgenommen seit Anfang des Jahres. 3,9 Kilo sind weg, und mein Fell wird schon wieder bedenklich locker. Ich habe ganz laut protestiert, aber Moosi ließ sich nicht erweichen. Sie streichelte mich aber ganz liebevoll und tröstete mich mit dem Versprechen, dass es am Wochenende Fondue gäbe und ich dann soviel essen dürfe, wie ich wollte. Mann, habe ich mich gefreut.
Leider gab es mal wieder, wie immer bei Moosi, einen Trick bei der Sache. Zwar hat sie nicht am Essen gespart, weil das eh sehr wenig war, aber dafür hat sie jeden Tag ausgiebig Sport gemacht. Und das bei diesem scheußlichen Wetter. Ich fand es gar nicht schön, immer mit Moosi durch den Wald zu stapfen oder in Helmuts Sportfabrik an den Foltergeräten zu arbeiten. Aber ich war sehr tapfer, weil ich Angst hatte, dass Moosi den Fondueabend ausfallen lässt.
Heute wurde ich endlich belohnt. Ich bekam leckeres Fondue mit drei verschiedenen Fleischsorten und einer Menge Saucen, leckeren Salat und knuspriges Baguette. Am Schluss genehmigte Moosi sich noch einen Marillenbrand, und es wurde ordentlich warm in meinem Bäuchlein. Jetzt bin ich sooo müde von dem vielen Sport und dem guten Essen. Heute und morgen werde mich erst mal auf meinem Sofa ausruhen. Keine einzige Pfote bewege ich! Ich will ja nächste Woche nicht schlapp machen, wenn ich Moosi wieder beim Sport helfen muss.
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22.1.2010 von Moosi.
Nach dem nun selbst in meiner Fernsehzeitung kein Weg mehr an einer Wunderdiät gegen den Weihnachtsspeck vorbei geht, muss ich das doch wirklich einmal näher unter die Lupe nehmen. Mit dem, was ich bei Aiqum gelernt habe, kann ich das jetzt viel besser beurteilen als vor dieser Zeit. Also, was taugt das Ganze?
Zuerst mal das, was direkt ins Auge springt: Die plakative Überschrift und die verlockenden Bilder. Wie nennt sich das? Die “Gute-Laune-Diät”. Aha! Das klingt ja recht freundlich und lässt einen abwechslungsreichen und leckeren Speiseplan vermuten. Die abgebildeten Mahlzeiten sehen aber auch wirklich lecker aus. Sabber! Also gibt es erst einmal einen Pluspunkt.
Als nächstes lese ich die paar Zeilen der Zusammenfassung unter der Überschrift. Was denn?! Die Dauer der Diät beträgt fünf!!! Tage und das soll bei der abspeckwilligen Leserin fünf Pfund an Gewicht schwinden lassen. Na - das klingt jetzt aber eher suspekt!
So ein kurzer Zeitraum für 2,5 kg Abnahme lässt darauf schließen, dass hier in erster Linie Wasser und schwindendes Muskelgewebe den Gewichtsverlust verursachen. Man müsste 17.500 Fettkalorien abbauen, um das zu schaffen. Wie soll das gehen in so kurzer Zeit? Die einzige Methode, die ich kenne, wäre die Amputation eines Körperteiles. Für diese Aussage gibt es also einen Minuspunkt, und zwar,weil man den Diätwilligen suggeriert, dass sie dann die entsprechende Menge an Fett verlieren. Auf solche Versprechungen bin ich früher auch immer reingefallen und habe mich gewundert, dass ich so schnell abgenommen hatte, aber bereits am zweiten Tag mit normaler Kalorienzufuhr das Gewicht wieder drauf war. Jetzt weiß ich es besser und mache es richtig.
Als nächstes nehme ich mir also mal die Einzelheiten wie Konzept und Ernährungsplan für diese fünf Tage genauer vor. Möglicherweise ist das Ganze ja doch besser, als der erste Eindruck vermuten lässt. In einem Kasten rechts oben werden die Einzelheiten zu der Diät beschrieben. Was erwartet also den gespannten Moppel?
Der so genannte Experte dieser Zeitschrift, ein Ernährungswissenschaftler, behauptet, dass das Abnehmen mit dieser Diät so viel Spaß macht, weil hier Zutaten verwendet werden, die die Stimmung durch das Glückshormon Serotonin positiv beeinflussen sollen. Diese Zutaten sind Ananas, Tomaten, Tofu, Nudeln und Bananen. Außerdem soll durch Chili, Ingwer, Tofu, Tomaten, Kiwis, Papayas und Ananas auch noch die Fettverbrennung angekurbelt werden. Etwas Süßes zwischendurch soll zusätzlich die Laune der potentiellen Naschkatzen verbessern, die mit dieser Diät abspecken möchten.
Klingt auf den ersten Blick nicht schlecht, bis auf den Ingwer machen mir diese Lebensmittel Lust zum Nachkochen. Aber jetzt kommt die Kehrseite der Medaille: Laut Aussage des Ernährungswissenschaftlers dürfen wir alle diese Köstlichkeiten essen und kommen doch nur auf 1000 Kalorien pro Tag. Es sollen dazu mindestens 2 Liter Wasser getrunken werden. Täglich eine Stunde strammer Sport soll die Abmagerungskur abrunden.
O.K., reichliches Trinken und eine Stunde intensiver Sport sind ganz bestimmt sehr positiv für die Figur und den Stoffwechsel, und daher definitiv ein Pluspunkt Aber 1.000 Kalorien? Watt denn, watt denn? 1000 Kalorien für einen anstrengenden Arbeitstag, Hausarbeit und eine Stunde intensiven Kardiosport? Meine Meinung dazu: Ernährungswissenschaftler hin oder her, wer so ein Programm zusammenstellt, hat einen Knall. Das gibt von mir aber mächtig Minuspunkte!! Wer nur ein bisschen durchblickt, weiß, dass sich der ausgehungerte Körper seine Reserven ganz sicher nicht aus den Fettspeichern holt.
Grundsätzlich könnten Aiqum-geschulte Menschen die Diät natürlich aufstocken, indem sie ein paar zusätzliche gesunde Zwischenmahlzeiten einplanen und damit auf ihre Tageskalorienzahl kommen. Dann hätte man auch genug Energie für den Tag.
Aaaaber - wir sind hier nicht bei Aiqum und haben also nur unsere 1000 Kalorien. Nehmen wir uns also jetzt einmal die Mahlzeiten vor, und schauen an einem Beispieltag, wie sie sich zusammensetzen. Wird man davon denn wenigstens einigermaßen satt?
Die schlanke Frühstücks-Idee sieht vor, zwei Scheiben Kokos-Zwieback mit 40g Frischkäse 0,2 % Fett, 1 TL Kokos-Chips, 1 Kiwi und Zitronenmelisse zu belegen. Das Ganze hat 200 Kalorien (7g E, 27g KH, 7g F). Der Fettgehalt beträgt über 30 %, trotz des fettarmen Käses. Und die Kohlenhydrate kommen von Zucker und Weißmehl. Nööö - davon wird man ganz bestimmt nicht satt! Die beiden Zwiebäcke haben zusammen schon 126 Kalorien und sind für den hohlen Zahn. Dafür kann ich 60 g Graubrot oder ein ganzes Roggenvollkornbrötchen essen. Das hält viel länger vor und ist mit den restlichen Zutaten bestimmt auch sehr lecker. Ich sehe dieses Frühstück nicht als empfehlenswerte Mahlzeit an und gebe einen Minuspunkt.
Nun zum ersten Mittagessen: Mariniertes Rindersteak mit Chili-Rosenkohl, klingt eigentlich sehr gut. Was nehmen wir dafür? Ein 125g Rinderhüftsteak mit 150g Rosenkohl und - man höre und staune - üppige 30g!! Basmatireis. Dazu kommen diverse Sachen zum Würzen: Ingwer, Chili, Teriyakisauce, Limettensaft, Honig, Pfeffer und etwas Koriander. Die Gewürze sind prima, Steak und Gemüse auch. Aber der Reis! Wer soll von 30g Basmatireis satt werden? Pinocchio? Da kann man sich den Reis doch gleich von vornherein schenken. Ich würde auch hier wieder die gesundere Variante bevorzugen und Vollkornreis wählen. Der ist viel gesunder und hält länger satt. Diese Minimenge soll ja angeblich die Glückshormone wecken, wie uns der Kasten eben erzählt hat. Da sehe ich lieber im Fitnessstudio auf einen knackigen Männerkörper, da sieht das mit den Glückshormonen viiiel besser aus. Diese Mahlzeit hat 380 Kalorien (37g E, 38g KH, 9g F) . Sie ist zwar recht fettarm und bestimmt sehr schmackhaft, wird aber ganz sicher nicht lange satt halten. Ich tendiere beim Glücksgefühl also zum Männerpo und gebe für das Essen einen Minuspunkt.
Nun weiter zum Abendessen: Wow, es gibt Birnen-Preiselbeer-Pfannkuchen. Mjammmm!! Das klingt ja besonders köstlich! Dazu werden Eigelb, Butter, Buttermilch, Mehl, Backpulver, Zucker und Salz zu einem Pfannkuchenteig verrührt. Dann werden daraus 3 winzigkleine, mit je einer Birnenspalte und 1/2 Teel. Preiselbeeren aus dem Glas belegte Pfannkuchen gebacken. Das ist zwar ganz sicher deliziös, aber die Menge ist so zwergenhaft, dass man sie besser auf einem Puppengeschirr serviert. Tja, wieder mal nichts, um satt zu werden, es sei denn, man heißt Victoria Beckham.
Die Mahlzeit hat 270 Kalorien (6g E, 11g F und 36g KH). Wer bedenkt, dass die Kohlenhydrate hier wieder mal vorwiegend aus Weißmehl und Zucker kommen, wird sicher mit mir einer Meinung sein, dass auch das kein gutes Beispiel für gesunde Ernährung ist. Das frische Obst erschöpft sich in der Riesenmenge von ca. 1/4 Birne, der Rest sind Preiselbeeren aus dem Glas. Wie jeder weiß, ist das eine richtige Zuckerbombe. So eine Mahlzeit mag als “Leckerchen zwischendurch” durchgehen, aber nicht als gesundes Abendbrot. Ein ganz besonders cleverer Tipp empfiehlt, die restliche dreiviertel Birne als Zwischenmahlzeit zu essen. Klasse Idee! Eine ganze Frucht wäre auch wirklich Völlerei. Was gibt das also? Na klar - MINUSPUNKT!
Die Zusammensetzung der Speisen sieht an den anderen vier Tagen ähnlich aus: Mittags gibt es eine Portion Fleisch oder Geflügel, am letzten Tag gibt es Fisch. Abends Suppe, Salat oder Papaya und Ananas mit Parmaschinken. Kohlenhydrate kommen nur ein einziges Mal in Form von Vollkorn vor, und zwar gibt es 30g Vollkornreis. An den restlichen Tagen darf man entweder 50g Nudeln, 40g Reisnudeln, 40 g Baguettebrot, 25g Basmatireis oder einen Bagel essen. Einmal gibt es Hülsenfrüchte (50g rote Linsen). Kartoffeln sind nicht vorgesehen. Boah - hoffentlich habe ich noch genug Minuspunkte im Schublädchen.
Die empfohlenen Zwischenmahlzeiten sind so weit ganz in Ordnung: Eine kleine Banane, ein Apfel, 3 TL. Erdnüsse, 200ml Buttermilch, 100 g fettarmer Fruchtquark, 2 Stückchen Schokolade, etc.
Fazit: Die Mahlzeiten sind ganz bestimmt delikat, aber ich würde mit so wenig Essen nicht über den Tag kommen. Da würde meine Laune schon am ersten Tag vor lauter Magenknurren und Frust in den Keller gehen. Am Ende der Zeit hätte ich dann solchen Kohldampf und wäre so stinksauer, dass man mich besser gar nicht mehr anspricht. Ganz zu schweigen von den Heißhunger-Attacken, die ich anschließend bekommen würde. Wahrscheinlich würde ich irgendwo hinter einer Hecke lauern und dem nächsten ahnungslosen Jugendlichen den halb angebissenen Cheeseburger aus der Hand reißen. Gute-Laune-Diät? Schon allein das Wort Diät in Verbindung mit der Zahl 1000 (Kalorien) schließt für mich jegliche gute Laune aus. Das ist die Ernährung des Grauens! Je mehr ich davon esse, desto fetter wird das Grauen. Gott sei Dank, dass ich abnehme, ohne mir so etwas anzutun.
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29.3.2009 von Lumpazi.
Moosis Figurtest war mal wieder frustrierend für mich, ich muß mich viiiel mehr anstrengen. Ich mache meinen Job als Schweinehund überhaupt nicht mehr gut. Da strengt sie sich so an und wird trotzdem nicht rundlicher. Zur Zeit geht sie nicht ins Folterstudio und auch nicht joggen, sie hat nämlich einen schlimmen Heuschnupfen. Aber dafür fährt sie nicht mit dem Stangentaxi zur Arbeit. Sie sollte wirklich nicht so viel zu Fuß gehen, das ist ganz ungesund für die Figur.
Moosis Bäuchlein gefällt mir überhaupt nicht mehr. Das läßt in letzter Zeit mächtig zu wünschen übrig, es ist schon ganz flach und reizlos geworden. Ich glaube, Moosi braucht bald eine Schönheits-OP. Ich habe neulich im Fernsehen gesehen, dass man bei den Menschen Fett absaugen kann, es wird mit Kanülen aus dem Bauch und den Schenkeln herausgesaugt. Igitt, das ist so, als ob man mit einem Strohhalm flüssigen Bauchspeck schlürft. Bääh!
Das hat mich aber trotzdem auf einen guten Gedanken gebracht. Könnte man nicht umgekehrt am Bauch und den Hüften mit einer Spritze Fett injizieren, damit die Rundungen wieder schön harmonisch werden? Im Gesicht macht man das, um Falten aufzupolstern, das habe ich schon mal gelesen. Es soll enorm verschönern.
Hoffentlich brauche ich nicht demnächst auch so eine Behandlung, mein Fell hängt nämlich schon in Falten. Ich möchte auf keinen Fall mal aussehen wie eine Bulldogge. Moosi hat gesagt, sie würde mir das Fell oben zusammentackern, dann würde das wieder passen. Manchmal ist sie ein richtiges Biest.
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15.3.2009 von Lumpazi.
Da habe ich doch meine ganze Hoffnung auf den Alten Kaiser gesetzt und gedacht, dass der Mädelsabend Moosi endlich wieder ein paar Extra-Pfündchen bringt. War nix, ich hatte mich zu früh gefreut. Schon wieder 100 Gramm und je 1 cm an Taille und Hüfte weg. Skandalös!! Das Essen war doch superlecker und auch reichlich. Aber Moosi war leider nicht zu bewegen, mit Herrchen am Wochenende noch mal dort essen zu gehen. Dabei war ich fest überzeugt, ich könnte sie überreden. Tja, der Kaiser, der olle, war scheinbar nicht verlockend genug. Ich muß demnach stärkere Geschütze auffahren. Wenn ich nur wüsste, welches Restaurant dafür in Frage kommt. Könnt Ihr mir vielleicht einen guten Tipp geben?
Wenn Ihr mir nicht helft, muss ich bis zum Urlaub warten, bis ich mal wieder anständig gefüttert werde. Das ist erst im Juni, so lange kann ich es echt nicht aushalten. Also, habt Mitleid und strengt Euch gefälligst ein bisschen an!
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1.3.2009 von Lumpazi.
Na, das waren jetzt aber mal zwei Wochen nach meinem Geschmack! Sooo viel zu feiern, und ich immer mittendrin. Das reinste Paradies für einen Schweinehund wie mich. So was wird in Moosis Familie “Wuppertaler Festwochen” genannt.
Ich hatte mich aber auch auf meinen Einsatz gut vorbereitet. Eine ganze Woche lang habe ich das Hypnose-Handbuch gewälzt und die Übungen brav wiederholt. Dann habe ich Moosi überzeugt, dass die Goldhochzeit ihrer Eltern eine Gelegenheit ist, bei der sie nicht auf die Kalorien schauen darf, damit Moosi ihren Eltern die Feier nicht verdirbt. Das Fest war dann auch wunderschön, und es gab ein herrliches Festessen. Moosis Eltern haben gesagt, es wäre besser gewesen, als die Hochzeit und die Silberhochzeit zusammen. Ich hatte ein richtig rundes Bäuchlein und Moosi vom Rotwein einen ordentlichen Schwips. Zum Schluss des Abends gab es noch eine fröhliche Kartenrunde mit viel Palaver für den “harten Kern”.
Für die Karnevalszeit habe ich mich noch mal extra ins Zeug gelegt. Ich habe Moosi immer die Seite der Zeitung aufgeschlagen, auf der die Karnevalsveranstaltungen angekündigt wurden. Deshalb wurde ich auch belohnt. In Moosis Büro gab es Muzen und Punschballen und Curry-Krakauer mit Pommes. Und das Beste: Ich durfte mit Moosi zum Rosenmontagszug. Monstermami und die vier süßen Monsterchen waren auch mit. Das war lustig! So viele fröhliche Menschen und so lustige Verkleidungen. Allerdings fand ich es nicht witzig, dass da jemand seinen Hund als Hotdog verkleidet hatte. Wenn Moosi das mit mir machen würde, dann würde ich sie kräftig in die Wade beißen! Ich brauche mich nicht zu verkleiden, schließlich bin ich ein Schweinehund und sehe immer aussergewöhnlich aus. Moosi war richtig stolz auf meine Begleitung und hat mich verwöhnt. Es gab leckere süße Häppchen und Toastie-Brötchen. Glühwein gab es auch, weil es kalt war und so genieselt hat.
Alles in allem hatte ich also zwei tolle Wochen. Einen kleinen Wermutstropfen gab es allerdings auch: Ausgerechnet zu Altweiber ging Moosi nachmittags noch trainieren. Das war wirklich das Letzte! Ich hatte Helmut überredet, die Trainingsgeräte zu ölen, aber Moosi ließ sich nicht beirren. Sie strampelte trotzdem, was das Zeug hielt.
Leider kommt nun das dicke böse Ende: Moosi hat trotz ausgiebiger Festivitäten dreihundert Gramm abgenommen und in der Taille ist schon wieder ein Zentimeter verschwunden. Obwohl ich mir soooo viel Mühe gegeben habe. Schnief! Das ist vielleicht eine Sauerei!
Aber wartet nur: am 11. März geht es zum Treffen mit den Aiqum-Mädels in den “Alten Kaiser”. Und dann ist Moosi fällig.
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18.1.2009 von Lumpazi.
Der Januar hat nicht sehr hundefreundlich angefangen. Moosi geht nun tatsächlich zweimal in der Woche in dieses Folterinstitut, und ich muss immer mit. Ich sage Euch, das ist vielleicht jedesmal eine Tortur. Ich war überzeugt, dass Moosi bei so viel Anstrengung schneller müde wird und wir dann gemütlich auf dem Sofa liegen. Aber sie ist anschliessend immer gut gelaunt und überhaupt nicht müde. Oft geht sie dann noch zu Fuß nach Hause. Und leider hat sie auch nicht mehr Hunger als sonst. Ich hatte gehofft, ich könnte wenigstens mal ein paar Extra-Häppchen ergattern, aber sie rückt nichts für mich raus, diese Geiztante.
Aber an diesem Wochenende wurde ich endlich entschädigt. Herrchen hatte die ganze Woche in Wien zu tun, und am Freitag sind Moosi und ich auch dorthin geflogen. Es war herrliches Wetter dort, blauer Himmel und knackig kalt. Genau richtig, um gemütlich in einem Restaurant zu sitzen. Das haben wir dann am Freitag auch getan, bei einem leckeren Dreigangmenü und einem Krügerl Bier. Danach habe ich wunderbar geschlafen.
Auch der Samstag war herrlich. Nach einem wunderbaren Frühstück sind wir durch Wien spaziert und haben ein gemütliches Wiener Kaffeehaus aufgesucht. Leider haben wir dort keine all zu lange Pause gemacht, sondern sind schon bald weiter gegangen. Drei Stunden sind wir herumgelaufen, und ich war schon ordentlich müde. Aber dann sind wir über den Naschmarkt gegangen. Das war wundervoll. All die vielen, vielen leckeren Sachen. So etwas habe ich noch nie gesehen! Da gab es Obst und Gemüse, von dem ich noch nie was gehört habe, leckere Häppchen und köstliche Fische. Stände mit Spezialitäten von allen möglichen Ländern gab es dort. Und überall durfte ich etwas gutes Naschen. Weil es so kalt war, haben wir uns zum Schluss mit einem heißen türkischen Tee aufgewärmt. Dann sind wir weiter gegangen. Abends haben wir uns noch einmal bei einem leckeren Essen und einem Viertel Rotwein gestärkt. Ich war richtig traurig, dass wir heute schon wieder nach Hause fliegen mussten. Aber wenigstens habe ich vor dem Abflug noch mal ein leckeres Frühstück und im Café Landtmann einen Franz-Landtmann-Kaffee bekommen.
Schade, dass wir in Remscheid nicht auch so einen Naschmarkt haben. Dann hätte ich es bestimmt nicht so furchtbar schwer, Moosi wieder zu einer ansehnlichen Figur zu verhelfen.
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9.1.2009 von Lumpazi.
Nachdem Moosi am Dienstag ein ganzes Jahr Mitglied bei Aiqum sein wird, habe ich mal darrüber nachgedacht, wie das vergangene Jahr für mich so gelaufen ist. Ich habe jetzt ein ganzesJahr Hundeleben hinter mir, und ich fürchte, das neue Jahr wird für mich auch kein Zuckerschlecken werden.
Silvester ist vorbei und wie im letzten Jahr hat Moosi wieder gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst. Ich verstehe gar nicht, wozu sie das macht. Sie hält sich ja dann doch nicht daran.
Letztes Jahr hat sie gesagt, sie wolle nun besser essen. Und? Hat sie sich daran gehalten? Natürlich nicht! Lauter unappetitliches Zeug hat sie gegessen, und nun ist sie zwar in den letzten Wochen wieder etwas hübscher geworden, aber so schön mollig und rund wie im letzten Winter sieht sie nicht mehr aus. Sie hat sich am Neujahrstag gewogen und hatte 67,3 kg Gewicht. Das sind 10,7 kg weniger als am Neujahrstag 2008.
In diesem Jahr will sie öfter mit mir Gassi gehen, hat sie gesagt. Hoffentlich bedeutet das nicht, dass ich mir jetzt dauernd die Pfoten wundlaufen muß. Hunde möchten schließlich mal Zeit haben, die Laternen und Bäume zu inspizieren.
Weil Moosi sich so verändert hat, habe ich im letzten Jahr mein süßes Faulenzerleben gegen ein echtes Hundeleben eingetauscht. Mein Bauch ist auch lange nicht mehr so schön rund wie am Neujahrstag 2008, ich musste hungern und mich schinden. Ich hatte oft Magenknurren und Muskelkater und war sooo müde. Mein geliebtes Sofa war oft sehr einsam. Schnüff! Moosi ist manchmal richtig gemein.
Ich habe im letzten Jahr aber auch ein paar schöne Dinge erlebt: Der Feinschmeckerurlaub in der Wachau war ganz herrlich, und als Moosi in den letzten Wochen krank war, habe ich mich wieder richtig gut erholen können. Und Weihnachten habe ich zwar nicht jeden Tag ein Festmenü bekommen, aber doch sehr, sehr lecker gegessen.
Was hat sich sonst noch so verändert in meinem Leben? Zuerst war ich sauer auf die vielen doofen Ziegen bei Aiqum, aber ich habe dort auch ein paar seeehr nette Bekanntschaften gemacht. Dort gibt es nämlich ein paar andere Frauchen, die auch einen Schweinehund haben. Ich habe dort also BBs Schweinehund “Herrn Schluri”, den Bazi von Queen und Chrissies Friedrich kennengelernt, und natürlich meinen neuen Freund Sabot-Öhrli. Der gehört Chrisu und hat noch einen Kumpel. Der kommt aus Irland und heisst Schlendr’Ian. Mit denen habe ich mich zusammengerottet und die SHSH, die “Schweinehunde-Selbsthilfe” gegründet. Wir kriegen die Frauenzimmer schon klein!
Eine Bekanntschaft finde ich allerdings ausgesprochen doof: Das ist der Herr “Ernst”, der die Mädels bei Aiqum immer besucht. Ernst ist so ein muskelbepackter, gut aussehender Lackaffe, der immer meint, man müsse fleissig trainieren und fürchterlich fade Sachen essen. Ich mag den nicht, diesen Idioten. Der hat Null Ahnung, was gut ist. Die anderen Schweinehunde und ich haben deshalb auch einen guten Vorsatz gefasst. Wir stellen dem Ernst eine Falle, und wenn er erst drin ist, dann machen wir ihn fertig und schicken ihn dahin, wo der Pfeffer wächst!
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9.1.2009 von Lumpazi.
Hallo Tierfreunde,
habt Ihr mich vermisst? Nein nein, Moosi hatte mich nicht ins Tierheim gegeben und auch nicht in den Keller gesperrt - wir konnten nur leider den Blechheini nicht benutzen. Moosis Mann braucht den nach Feierabend andauernd für die Arbeit, und da hatten wir beide keine Zeit zum Tippen. Die Firma, in der unser Herrchen arbeitet, zieht um, und er muss dafür sorgen, dass die Computer dort alle schön brav laufen. Jetzt ist er aber fast durch mit der vielen Arbeit und wir beide dürfen wieder in die Tasten hauen.
Moosi und ich haben natürlich wenigstens so viel Zeit gehabt, um unseren täglichen Besuch bei Aiqum zu machen. Schließlich ist Moosi dort ein “Aiqum-Angel” und kümmert sich um die Leute, die Hilfe brauchen.
In den letzten Wochen ist eine ganze Menge passiert, und damit wir uns daran später noch erinnern können, haben wir alle Zwei-Wochen-Berichte in ein Heftchen geschrieben. Weil Ihr, meine lieben Tierfreunde, das natürlich nicht lesen könnt, werde ich jetzt mal meine süßen Hundepfoten über die Tastatur flitzen lassen und meine Kommentare zur allgemeinen Lage eintippern. Sonst wüßtet Ihr ja gar nicht, warum ich wieder so schön rund und gesund aussehe und Moosi mir eine Strafpredigt gehalten hat. Also - so ist das gewesen:
9.11. 2008:
Das hat Moosi nun davon. Warum muss sie auch nach der Arbeit unbedingt noch in die Stadt zum Einkaufen rennen. Bei dem kalten Nieselregen und dieser Saukälte! Natürlich hat sie sich eine fiebrige Erkältung geholt. Sie traute sich auch nicht, ein paar Tage das Bett zu hüten, weil sie doch noch in der Probezeit ist. So war sie nach Feierabend total gerädert, hat abends bibbernd auf dem Sofa gesessen und ist immer früh schlafen gegangen. Deshalb brauchte ich nicht mehr in das kalte Wetter hinaus. Ein Glück. Ich hasse Joggen bei nassem Novemberwetter. Kakaomitsahnestemming ist eine viel gesundere Sportart!
Mir hat das Faulenzen richtig gut gefallen. Schließlich bin ich ja nicht erkältet und ich kann es mir auf dem Sofa so richtig gemütlich machen. Moosi hat mich auch inwischen gut gefüttert. Sie war viel zu müde, um abends selbst etwas zu kochen. Deshalb gab es ein paar Mal was aus der Imbissstube. Das ist gut für die Figur. Manchmal gab es aber leider nur Obst, Joghurt und belegte Brote. Das mag ich nicht so gerne, aber ich werde schon dafür sorgen, dass Moosi sich bessert.
Etwas hat sich immerhin schon gebessert, und das ist ihr Gewicht: Sie wiegt wieder 66,2 Kilo. Ich freue mich schon, wenn sie endlich wieder eine 8 vorne hat.
23.11.2008:
Höhöööh, Moosi sieht aus wie ein Tüpfel-Buntbarsch - sie hat Ausschlag! Seit dem Martinstag hat sie überall am Körper juckende, rote Pusteln. Sie hat sich im Schlaf ein paar mal blutig gekratzt und war stocksauer. Vielleicht kommt der Ausschlag davon, dass ich ihr die Pest an den Hals gewünscht habe, als sie nach der Erkältung wieder joggen gegangen ist. Vorsichtshalber tue ich mal ganz unschuldig, sonst kommt Moosi noch auf dumme Gedanken und setzt mich irgendwo an der Autobahn aus.
Sie war natürlich schon beim Arzt, weil sie gedacht hat, das wäre irgend ein Virus. Glücklicherweise war es nichts ansteckendes. Gepunktete Schweinehunde sehen nämlich nicht sehr attraktiv aus. Seit ein paar Tagen bekommt Frauchen Cortison und ich habe ein richtiges Freudenfest gefeiert. Endlich hat das olle Biest mal wieder richtigen Hunger. Sie hat richtige Fressatacken. Deshalb kann ich mir endlich noch mal nach Herzenslust den Bauch vollschlagen. Ich sehe wieder richtig gut aus - wie ein echter Herzensbrecher.
Moosi ist aber auch richtig hübsch geworden. Sie hat endlich wieder schön stämmige Beine und ich kann mich auch wieder an sie ankuscheln, ohne blaue Flecke zu bekommen. Mein Frauchen war wirklich brav und folgsam, meine Erziehungsmethode muss also gut sein. Ich bin aber auch eine starke Persönlichkeit! Vielleicht bewerbe ich mich demnächst im Fernsehen, als erste tierische Super-Nanny!
Moosi hat nun wieder ein Gewicht, auf das sie stolz sein kann - 68,2 kg. Was lernen wir daraus: Lieber rote Pusteln als blaue Flecke. Wuff!
7.12.2008:
Ich bin ein bisschen beleidigt. Gestern war Nikolausi, und ich habe nichts Süßes bekommen. Das ist gemein. Nur weil Schweinehunde keine Stiefel haben, die sie aufstellen können, gehen sie immer leer aus. Ich finde das nicht fair!
Moosi hat auch keine Schokolade bekommen, sie war nicht brav genug. Das kommt davon, wenn man nicht nett zu seinem Schweinehund ist und immer dann mit ihm Gassi geht, wenn das arme Tier sich gerade mal ausruhen will. Nach dem Einkaufen muß ich mit Moosi immer zu Fuß gehen, dabei könnten wir so schön mit dem Bus fahren. Zweimal sind wir von der Arbeit aus durch den Wald nach Hause gegangen. Es wurde schon etwas dunkel, aber der Schnee leuchtete noch hell genug. Moosi braucht im Wald keine Angst haben, wenn ich dabei bin. Ich bin ein guter Wachhund. Nur wenn ich Schokolade sehe, werde ich schon mal abgelenkt.
Moosis lustige rote Tupfen sind jetzt wieder fast verschwunden, ich finde, sie sieht richtig langweilig aus. Ich fand sie viel lustiger mit den vielen niedlichen Pünktchen überall. Leider braucht sie auch kein Cortison mehr zu nehmen. Dabei habe ich mich schon so gefreut, dass es wieder aufwärts geht mit dem Gewicht. Schade, jetzt sind es nur noch 67,2 kg. Aber noch mache ich mir keine Sorgen, es weihnachtet ja schließlich. Wenn das nicht mindestens vier Kilo Hüftgold bringt, fress ich ein Pfund Äpfel.
21.12.2008
Hurra, wir haben bald Urlaub! Zwischen Heiligabend und dem 5. Januar hat Moosi ganz viel Zeit für mich. Überhaupt geht es mir richtig gut. Moosi hat gesagt, dass sie in der Weihnachtszeit keine Kalorien zählen will. Unser Herrchen ist so gestresst und Moosi will ihn mal richtig verwöhnen, weil er doch Weihnachtsnotdienst machen muss und in diesem Jahr keinen Urlaub hat.
Sie hat die Wohnung schön geschmückt und am 15. Dezember hat Moosi Plätzchen fürs Herrchen und für die Familie gebacken. Hmmm, sind die lecker. Es gibt Berliner Brot, Rumplätzchen, Hafermakronen und Butterspritzgebäck. Leider darf ich immer nur gaaanz wenig davon haben. Moosi ist so geizig.
Am 16. Dezember haben wir einen Ausflug gemacht. Erst wollte ich nicht mitgehen, weil sie sich mit zwei von den fiesen Aiqum-Weibsen getroffen hat, die Moosi immer kräftig unterstützen, wenn sie abnehmen will. Damit will ich nichts zu tun haben! Sie waren aber dann doch sehr, sehr nett und haben mit mir und Moosi ein paar Pötte Glühwein getrunken. Deshalb drück ich mal ein Auge zu und sage: Danke Mädels, Ihr seid klasse! Leider hat Moosi trotzdem nichts zugenommen, das Gewicht ist immer noch bei 67,2 kg. Aber wartet nur, die richtigen Freßtage kommen ja noch!
Vorgestern hat mir Moosi eine riesige Strafpredigt verpasst, weil ich ihr jeden Tag in den Ohren liege, dass sie in der Advents- und Weihnachtszeit öfter mal was Gutes kochen und backen soll. Ich habe Hunger auf Gänsebraten mit Knödeln und Schweinerollbraten und Lebkuchen. Ich will jeden Tag ein Festmenü, das steht mir schließlich zu! Aber ich habe von Ihr ganz ordentlich eins auf die Pfoten bekommen, das tat weh! Deshalb halte ich jetzt lieber mal ein paar Tage den Mund, sonst werde ich womöglich noch in den kalten Keller gesperrt, zu den Kartoffeln.
Ich freue mich schon riiiesig auf die freien Tage. Da werde ich mich nicht vom Sofa wegbewegen. Keinen Millimeter! Da kann Moosi machen, was sie will. Jawoll!
So, jetzt wisst Ihr, was ich so alles in meinem Heftchen stehen habe. Den letzten Figurtest erfahrt Ihr dann in ein paar Tagen. Bis bald,
Euer Lumpazi
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12.10.2008 von Lumpazi.
Ja, liebe Hundefreunde, bald habe ich meine geliebte, wohlgerundete Moosi wieder und dann kann ich an den kalten Winterabenden wieder meinen Kopf gemütlich an ihr Bäuchlein anlehnen und kuscheln. In der vergangenen Woche war sie auf der Messe, und weil sie dort nicht vom Stand weg konnte, konnte sie auch kein übel schmeckendes, mageres Essen kaufen. Aber der Magen hat ihr geknurrt, und so hat sie endlich mal etwas hundefreundliches zu sich genommen: leckere Kekse mit Schokolade und Creme! Gaaanz viiiele! Hmmm, haben die gut geschmeckt. Ich versteh gar nicht, dass Moosi die nicht lecker findet.
Zum Trinken gab es Cola und Fanta, aber nicht die schottische Version, wo die zu geizig waren, da auch Zucker mit rein zu tun. Nein, Moosi hat richtige Fanta und Cola getrunken. Leider nicht besonders viel, weil sie findet, dass so viel Zucker nicht gut tut. Zwischendurch hat sie dann schwarzen Kaffee getrunken, der war voll fies. Wie kann man so etwas nur freiwillig runterschlucken, das schmeckt ja wie Parkbaum ganz unten.
Nach drei Tagen sah Moosi aus, als ob sie eine Schönheitsbehandlung hinter sich hätte: Ihr Bäuchlein wieder schön rundlich und ihre Taille nicht mehr so klapperig dünn. Und schöne Beine hat sie jetzt auch, die haben unten wieder richtig Umfang und sehen nicht mehr so aus, als ob sie einem Fischreiher gehören würden. Moosi sieht wieder richtig hübsch aus.
Leider weiß sie das alles gar nicht richtig zu schätzen. als nach den drei Tagen ihre Jeans klemmte, hat sie gegrummelt. Und sie war sauer, dass auch der hässliche enge Rock nicht mehr zu ging. Soll sie doch froh sein, wenn sie diese ollenLumpen nicht mehr anzuziehen braucht. Wo sie doch so schöne weite, luftige Sachen im Schrank hat!
Als sie gestern auf die Waage gestiegen ist, hat sie nicht gegrummelt. Nein. Sie hat ein ganz unanständiges Wort gesagt, dass mit Sch….. anfängt. Und das alles nur, weil sie dreieinhalb Kilo mehr auf der Waage hatte als am letzten Dienstag. Ich verstehe Moosi nicht, warum freut sie sich denn gar nicht?
Da ist sie doch wahrhaftig schon am heiligen Sonntagmorgen schon im dicksten Nebel um die Talsperre gehechelt, damit der Stoffwechsel wieder in Gang kommen sollte, und ich musste natürlich nebenher laufen. Puuuh! Was ist das überhaupt, so ein Stoffwechsel? Ich dachte immer, das ist, wenn man andere Kleider anzieht.
Heute früh hatte sie auch ihren Figurtest und hat sich tierisch gefreut, weil sie nur noch etwas über ein Kilo mehr drauf hatte. 64,9 Kilo wog sie heute morgen, und ich habe mich richtig darüber geärgert. Ich finde nicht, dass das ein Grund zum Jubeln ist. Das ist eindeutig ein Schritt näher zum Abgrund. Die Menschen sind wirklich seltsame Wesen!
Ich hoffe, Ihr habt ein ganz klein wenig Mitgefühl mit mir armem Hündchen und feuert Moosi ein bisschen an, damit ich es in der Adventszeit wieder warm und kuschelig habe und mein Frauchen wieder so schön aussieht wie im letzten Jahr.
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28.9.2008 von Lumpazi.
Ich bin heute ein ganz furchtbar trauriger Schweinehund und hab mein schönes buschiges Schwänzchen ganz fest eingekniffen. Moosis Schwiegerpaps hat es nicht geschafft und ist am 23. September gestorben. Meine beiden Menschen sitzen ganz verheult auf dem Sofa, weil sie ihn so vermissen. Ich vermisse ihn auch.
Er war so oft zum Essen bei den beiden und immer gab es ein herrliches Festessen. Und jetzt ist sein Platz leer. Gestern hätte er Geburtstag gehabt, und die beiden haben zusammen mit dem Rest der Familie seinen Geburtstag gefeiert. Sie haben auf sein Wohl getrunken und an ihn gedacht. Morgen wird er beerdigt. Zuletzt war er sehr, sehr krank und Moosi hat nun seit Wochen keinen Sport mehr gemacht und sich auch nicht mehr die Zeit für die Eintragungen genommen.
Da hat sie nun einen tollen neuen Job und hat gar keine Freude daran. Dabei hatte sie so voller Schwung begonnen und war ganz begeistert, obwohl ihr von den vielen neuen Sachen ganz schön der Kopf geraucht hat. Die ganze letzte Woche war sie auf der Messe und hat eine Menge Beruhigungsmittel geschluckt, damit sie durchhält und nicht so nervös ist und heult. Aber sie hat sich tapfer gehalten und von ihrem neuen Chef ein Lob für ihren guten Einsatz bekommen.
Trotz der ganzen Aufregungen und der damit verbundenen Fressattacken ist ihr Gewicht und auch der Umfang immer noch schön niedrig geblieben. Heute morgen wog sie 63,7 kg und ihre Maße waren seit dem letzten Mal unverändert. Ich bin aber diesmal nicht sauer darüber, daß sie nicht zugelegt hat. Ich möchte nur, daß Moosi wieder glücklich ist.
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14.9.2008 von Lumpazi.
Moosi ist nur noch ein Nervenbündel, so habe ich sie noch nie gesehen. Ist aber auch kein Wunder, wenn es Schwiegerpaps immer schlechter geht und sie auch noch soviel Theater bei der Arbeit hat. Aber nur noch zwei Tage, dann muss sie nie mehr dort hin.
Moosis Mann ist schon wieder in England und jetzt sitzt sie hier frustriert auf dem Sofa und schlürft Rotwein und guckt traurig vor sich hin. Sie freut sich nicht einmal über den letzten Figurtest, dabei hat sie ihr Gewicht gehalten. 63,9 kg wiegt sie noch immer und hat sogar an der Hüfte noch einen Zentimeter abgenommen.
In den letzten paar Tage hatte sie einen Magen-Darm-Virus und konnte das Essen nicht bei sich behalten. Da hat sie nur noch Zwieback und Tee zu sich genommen, das war vielleicht ekelhaft! Ich hatte schon das Gefühl, man hätte mich vergiftet, aber dann ging es langsam besser mit ihrem Magen und sie hat mich wieder vernünftig gefüttert. Aber sie ist noch ganz wackelig auf den Beinen. Sicher lag das alles an der Aufregung wegen der neuen Arbeitsstelle, sie hat doch sonst einen Magen wie ein Pferd.
Sie will ihren alten Arbeitsplatz gut aufgeräumt an ihre Nachfolgerin übergeben, weil die wirklich sehr nett ist. Moosi möchte ihr den Anfang etwas erleichtern und ihr noch einige Tricks beibringen.
Das Einzige, was sie die letzten Tage etwas aufgemuntert hat, ist ihre neue Beschäftigung. Sie hat nämlich jetzt ein kleines Ehrenamt, sie ist ein “Aiqum-Angel” und wird den Mitgliedern bei Aiqum, die neu sind oder Probleme haben, Hilfestellung geben. Sie war sehr stolz, dass man sie für diese Aufgabe ausgewählt hat und freut sich schon sehr darauf. Leider ist sie selbst im Moment total kribbelig und bräuchte eigentlich auch jemanden, der sie mal ein bisschen aufbaut.
Oh je, und sie hat viellecht einen Bammel, dass sie nicht gut genug für Ihre neue Stelle ist. Schließlich hat sie in den letzten fünf Jahren nicht gerade anspruchsvolle Sachen gemacht. Zur Beruhigung futtert sie schon wieder Schokolade. Eigentlich mag ich die ja sehr gerne, aber im Moment kann ich sie nicht mehr sehen, so oft futtert Moosi die. Wenn sie doch mal endlich etwas anderes essen wollte! Moosiiiiee, ich will jetzt endlich mal wieder Äpfel und Mandarinen!
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