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17.4.2011 von Moosi.
Jetzt bin ich schon seit bestimmt zehn Jahren nicht mehr schwimmen gegangen. Genau seit der Zeit nicht mehr, als ich in kurzer Zeit fast 20 Kilo zugenommen hatte. Mittlerweile bin ich ja wieder wesentlich schlanker, aber der Grund, warum ich nicht schwimmen gehe, ist immer noch der gleiche.
Nein, ich schäme mich nicht, weil ich nicht mehr so schlank bin wie früher. Das habe ich nie getan und ich brauche es auch nicht, denn ich habe schon wieder eine hübsche Figur, bis auf ein bisschen Speck in der Bauchgegend.
Das Problem ist die Badebekleidung. Aus dem Alter, um noch Bikinis zu tragen, bin ich nämlich heraus. Ich hätte schon immer lieber Badeanzüge getragen, aber ich habe eine ziemlich große Oberweite. So hatte ich bisher Bikinis gekauft, bei denen man Höschen und Oberteile einzeln kaufen kann, und auch immer etwas passendes gefunden. Aber ich finde, für einen Bikini sieht der Bauch nun nicht mehr schön genug aus.
Klar, der Busen ist einer meiner Pluspunkte, aber ich müsste obenherum einen Badeanzug Größe 42 oder 44 tragen, je nachdem, wie er geschnitten ist. Unterhalb des Busens hätte ich dagegen Größe 38. Die einzigen Badeanzüge, die auch in 38 noch über die Oberweite passen, sind solche im Surfer-Style mit Unterbrustband, oder die Modelle, wo die Körbchen mit einem Ring zwischen den Brüsten gerafft werden.
Eigentlich dürfte es also kein Problem sein, einen Badeanzug für mich zu finden, wenn……
Ja, wenn es die verdammten Softcups nicht gäbe. Seitdem diese elenden Push-up-BHs angesagt sind, ist in jedem Badeanzug oder Bikini so ein Softcup drin. Das ist ein vorgefertigtes Körbchen, das oft auch noch leicht gepolstert ist. Mag ja sein, dass so ein Modell bei einer Frau mit Minibusen oder bei einer, bei der alles hängt, besser aussieht als ein ungefüttertes Modell. Ich brauche die nutzlosen Dinger nicht, mein Busen kann die Körbchen auch allein ausfüllen, es muss dabei nicht unterstützt und geformt werden.
Bei mir sehen Softcups aus, als ob ich zwei Blumentöpfe übergestülpt hätte. Mit Körbchengröße E ist das ganz unvorteilhaft. Man trägt seinen Busen nach vorne ausladend vor sich her. Wie einen Balkon. Wenn man geht, ist es, als ob eine Fregatte vorbeisegelt. Grauenhaft. Leider kann man die Cups auch nicht heraustrennen, ohne das Oberteil zu verderben. Ohne Softcups würden mir die Körbchen wahrscheinlich richtig passen.
Ärgerlicherweise sind selbst in den sportlichen Badeanzügen meistens welche eingearbeitet. Man findet gar keine Modelle mehr ohne. Und wenn, dann nur Teenie-Modelle. Jahrelang habe ich versucht, einen Badeanzug zu finden, aber selbst in der Hochpreis-Kategorie nichts gefunden.
Vor vier Wochen habe ich einen Wenz-Katalog mit Bademoden bekommen. Es sind mehrere schöne Modelle darin abgebildet, aber kein einziges ohne Softcups. Auch im Internet habe ich bei all den abgebildeten Badeanzügen keine ohne Softcups gefunden. So ein Ding trage ich auf keinen Fall. Ich erinnere mich noch mit Grauen an meine Anprobe von so einem Ding:
Vor zwei Jahren hatte ich nach langer Suche endlich einen Badeanzug in Gr. 38 mit E-Körbchen entdeckt und ihn anprobiert. Das Modell sah ganz gut aus. Schwarz, mit tiefem Rücken- und hohem Beinausschnitt. Also nicht so ein Omateil. Er passte um Bauch und Po wie angegossen und die Körbchen waren auch groß genug. Leider waren auch in diesem Anzug solche steif abstehenden Softcups und - das war das Härteste - Vorderteil mit Bauch-weg-Effekt, was die Vorderpartie flacher machen sollte. Als ich es angezogen hatte, bekam ich die Krise.
Anstatt vorteilhaft sah ich damit potthäßlich aus. Einfach grauenhaft. Ich kam mir vor wie eine 90-Jährige. Durch den Bauch-Weg-Effekt wurde der Bauch plattgedrückt wie von einem Panzer. Das bisschen Speck, was am Bauch schon gar nicht mehr doll auffällt, wurde nach unten und zur Seite gedrückt und schaute dafür aus dem hohen Beinausschnitt heraus. Tatsächlich - Bauch weg! Toll!!
Das Oberteil war so steif, als hätte ich einen Schaumgummibusen aus dem Karnevalsbedarf vorgebunden. Die Träger saßen viel zu weit außen, so als ob sie für ganz speckige runde Schultern berechnet wären. Sie rutschten bei jeder Bewegung. Mit so einem Ding hätte ich nicht schwimmen gehen können.
Ich gab also die wochenlange Suche auf und bin nie mehr schwimmen gegangen. Mein größter Wunsch ist es nun, im Urlaub endlich wieder mit meinem Mann ins Schwimmbad zu gehen. Ich werde also in den nächsten Wochen meine verzweifelte Suche wieder von vorne beginnen.
Hoffentlich erscheint bald eine gute Fee und hängt mir ein paar sexy Badeanzüge ohne Softcups in den nächsten Dessousladen.
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10.4.2011 von Lumpazi.
Endlich habe ich mal eine kleine Verschnaufpause. Moosi hat ihren obligatorischen Heuschnupfen. Sie ist allergisch gegen Hasel- und Birkenpollen. Eigentlich hatte sie schon seit Ende Februar leichte Schwierigkeiten, aber in den letzten Tagen ist es ganz extrem und sie schnieft wie verrückt. Moosi hat auch ganz rote Triefaugen. Deshalb hat sie nicht so besonders gute Laune. Ich schon, weil Moosi immer Schokolade futtert, wenn sie Frust hat.
Weil sie so schlecht Luft bekommt, kann sie nicht trainieren und ich brauche mich nun schon einige Tage nicht mehr zu schinden. Nur noch ein bisschen walken und zur Arbeit gehen, mehr nicht. Ich bin vielleicht froh! Ich liiiebe Heuschnupfen! Allerdings nur, wenn Moosi ihn hat. Sicher hat der liebe Gott diese Sache extra erfunden, damit wir armen Schweinehunde nicht an Überarbeitung oder Auszehrung sterben.
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27.3.2011 von Lumpazi.
Immer wenn ich denke, jetzt kenne ich Moosis gesamte Trickkiste, dann muss ich feststellen, dass ihr doch wieder was eingefallen ist, um mich zu schikanieren. So ein Satansweib! Das macht sie alles nur, weil sie kein Gewicht verliert. Dabei wird sie zusehends dünner, einige Jeans schlabbern schon richtig.
An die Wanderungen und die immer größeren Walkingrunden habe ich mich längst gewöhnt, ebenfalls an die Fußmärsche zur Arbeit, das Krafttraining und die Gymnastik. Auch die Laufrunden um die Talsperre habe ich zähneknirschend hingenommen und mich damit getröstet, dass das Frauchen wegen der vielen Bewegung mehr Appetit hat, und ich dann nicht immer so einen mageren Fraß bekomme.
Aber nun ist das Maß voll. Jetzt darf ich selbst Sonntags nicht mehr ausschlafen. Es nervt mich sowieso schon, dass ich in der Woche so früh aufstehen muss, damit Moosi vor der Arbeit noch Zeit für ihre Übungen hat. So was ist ungesund!
Seit Anfang März geht es auch Samstags früher aus den Federn, damit beim Laufen an der Talsperre noch nicht so viele Leute da sind. Moosi hasst es, wenn hunderte von Schnatterenten unterwegs sind. Und seit heute darf ich nicht mal mehr am Sonntag gemütlich in meinem Körbchen liegen und aufs Frühstück warten. Nein - im Gegenteil. Ich muss um halb fünf aufstehen.
Mrs. Sklaventreibers neue Schikane nennt sich “Sonnenaufgangs-Wanderung”. Sie sagt, das wäre eine wunderschöne Sache, weil man so früh am Morgen das Wild beobachten könne. Heute morgen in aller Herrgottsfrühe - das heißt um halb sechs - sind wir also losgezogen. Ohne richtiges Frühstück, es gab nur eine Banane und ein Glas Milch. Wir sind von hier über Reinshagen runter nach Müngsten gegangen, durch die Wupperberge bis Unterburg und dann wieder rauf nach Hause. Natürlich den steilsten Berg, war ja klar!
Moosi und Herrchen waren total gut drauf, weil sie eine Menge Viehzeugs gesehen haben. Rehe und Hasen, einen Bussard, einen Fischreiher und eine Menge Singvögel. Wenn sie Tiere sehen wollen, können sie das doch auch zu Hause haben. Im Garten gibt es auch Vögel, außerdem haben wir drei pelzige Katzenviecher, und natürlich meine Wenigkeit. Ist das etwa nichts?
Vier Stunden hat es gedauert, und dann waren wir endlich wieder zu Hause und ich durfte frühstücken. Ich bin völlig platt und kann mich bestimmt drei Tage nicht mehr bewegen. Seid mal ehrlich - so was ist doch nicht tierfreundlich, oder?
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13.3.2011 von Lumpazi.
Ist es zu fassen? Jetzt hatten wir endlich die ganzen Wanderungen aus dem berüchtigten kleinen Büchlein ausprobiert, und ich hatte mich schon gefreut, dass endlich mal Ruhe ist. Nix mit Steigungen hochquälen. Mario Tranti wurde aus der Tasche genommen und ins Bücherregal verfrachtet. Jieppieh - weg damit! Doch natürlich hatte ich mich umsonst gefreut. Grrr…
Moosi war nämlich am letzten Wochenende in der Buchhandlung Potthoff und dort gab es eine Sonderaktion. Lauter Wanderbücher aus der Region wurde angeboten und Madame Tierquäler hat richtig zugeschlagen. Diese Geldverschwendung! Jetzt hat sie wieder ein neues Büchlein in der Tasche. Das ist von so einem anderen komischen Wandervogel. Der heißt Jörg Mortsiefer und hat lauter Wanderungen rund um Wuppertal in sein Büchlein geschrieben.
Ich hatte immer gedacht, in Wuppertal wäre es besser für Schweinehund als hier, weil man doch durch die ganze Stadt mit der Schwebebahn fahren kann. Aber da habe ich mich wohl getäuscht. Heute morgen haben wir dann gleich das Büchlein ausprobiert, aber wir haben die kleinste Wanderung genommen, weil ich so laut gejault haben.
Na wenigstens hat Moosi in den letzten zwei Wochen wieder kaum Gewicht verloren, das ist ein kleiner Trost. Und da kann auch so ein Tranti oder Mortsiefer nix dran ändern.
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27.2.2011 von Lumpazi.
Seitdem Ernst wieder bei uns wohnt, ist Moosi immer unausstehlicher geworden. Ständig werde ich mit sportlichen Aktivitäten genervt und bekomme ein Futter, von dem nicht mal ein Meerschweinchen satt werden könnte. Aber letzte Woche hat es mir gereicht - ich bin auf die Barrikaden gegangen.
Als Moosi am letzten Samstag schon wieder toten Fisch mit Pellkartoffeln gekocht hat und es am Tag darauf Maisküchlein zum Mittagessen gab, ist mir der Kragen geplatzt, und ich habe sie mal so richtig in die Wade gebissen. Sie hat vor Schmerz laut aufgeschrien und ich habe sie ganz ganz böse angeknurrt - so richtig gefährlich. Bestimmt hat sie gedacht, ich wäre zum Kampfhund mutiert.
Dann habe ich ihr gesagt, was für eine Tierquälerin sie ist. Besser gesagt, habe ich sie mal so richtig angeschnauzt. Jetzt weiß sie, was ich von ihrer Behandlung und ganz besonders von dem Schlangenfraß halte, den sie mir immer vorsetzt. Zuletzt habe ich ihr mit dem Tierschutzverein gedroht. Da bekam sie ein schlechtes Gewissen, und so haben wir einen Kompromiss geschlossen.
Jetzt bekomme ich wieder genug leckeres Essen, und Moosi macht jeden Tag noch etwas mehr Sport. Und Ernst hat eine Woche Urlaub, der hat nämlich auch gemeutert, weil er so viel Streß mit Moosis Motivation hat.
Nun sind wir alle zufrieden. Ich bin wieder satt und kriege leckeres Essen, muss allerdings dafür auch ziemlich viel laufen. Ernst genießt ein Wochenende weit weg von uns, und Moosi freut sich, dass sie wieder etwas abgenommen hat. Na also - geht doch!
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16.2.2011 von Moosi.
Manchmal frage ich mich, ob die Bekleidungsindustrie Tomaten auf den Augen hat, weil sie bestimmt ein Drittel der Frauen beim Planen der Kollektionen vergisst. Oder wie ist es sonst möglich, dass in allen Geschäften massenweise hübsche Kleidungsstücke in S oder XS hängen, aber nur ganz vereinzelt welche in M, L oder gar XL? Wenn etwas in großen Größen da ist, dann ist es meistens so ein Oma-Teil in gräßlichen Farben, hat einen Walla-Walla-Schnitt und ist aus billigstem Material.
Gibt es in Deutschland nur noch “Topmodels” und Victoria-Beckham-Doubles, oder hat die Lobby der Schönheits-Chirurgen und Diätpillen-Hersteller die Bekleidungsmafia heimlich bestochen, damit wir uns verzweifelt in die Arme der ganzen Abspeck- und Absaugspezialisten stürzen? Ich jedenfalls finde es nicht normal, bei einer Kollektion von Blusen oder Shirts gleich am ersten Verkaufstag ungefähr zwanzig mal Größe XS und S zu finden, aber kein einziges Teil in einer größeren Größe. Oft leider nicht mal in M. Genauso ist es beim Schlussverkauf oder im Outlet. Da muss man auch gertenschlank sein, um was zu finden.
Das bedeutet doch wohl, dass alle diese niedlichen kleinen Teilchen keine Käuferin gefunden haben, während die vereinzelten großen Teile gleich gierig vom Kleiderständer gerissen wurden. Es bedeutet, dass es eine Menge Frauen gibt, die so ein Kleidungsstück in M, L oder XL brauchen, leider aber leer ausgehen, weil das einzige Stück in ihrer Größe schon weg ist. Und es bedeutet, dass es nicht so viele schlanke Frauen gibt.
Frau lernt also, blitzschnell zu sein, damit sie die erste am Kleiderständer ist und noch eine Chance hat, etwas Hübsches zu erwischen. Moppels können sich nämlich genau so schnell bewegen wie Dünne. Hat die Ärmste trotzdem mal wieder kein Glück, kauft sie vielleicht notgedrungen so einen bayrischen Bierzelt-Ersatz, in dem sie aussieht wie Callis Großtante. Oder sie zieht ein noch einigermaßen gut erhaltenes Teil vom Vorjahr, Vorvorjahr oder dem letzten Jahrtausend an, weil es immer noch besser aussieht als ein Satinhängerchen in Leberwurstrosa, Leichengrün oder Quietschorange.
Es gibt auch einige Frauen, die eigentlich zu dick für Größe S oder M sind, und sich trotzdem aus Verzweiflung in so ein enges Teil hineinquetschen. Dann tragen sie zwar die neueste Mode, sehen aber aus wie Tamara, die tanzende Fleischwurst.
Das habe ich erst gestern wieder festgestellt, als ich etwas fetziges für die Ü30-Party gesucht habe. Ich habe mir einen Wolf gesucht und bin stundenlang durch die Geschäfte getigert. Nur vereinzelt fand ich ein paar schöne Teile in Größe M oder L. Dabei konnte ich die anderen Frauen beobachten, die aus ihren Kabinen kamen und sich vor dem Spiegel drehten. Die meisten waren dicker als ich, nur eine einzige Frau war schlank. Und nur die letztere hatte keine Probleme, passende Kleidung zu erwischen.
Es gab auch noch eine andere Sache, die mir aufgefallen ist. Eigentlich habe ich bei Oberteilen Größe 40/42, daher müsste ich zumindest in Größe L hineinpassen. Tue ich aber oft nicht mal annähernd. Manchmal sind die Sachen so knapp, dass ich wahrscheinlich auch mit XL nicht klargekommen wäre, wenn es das denn geben würde. Bei vielen Marken ist L nämlich das höchste der Gefühle.
Nach langer Suche fand ich dann doch noch ein schönes nachtblaues Shirt mit betonter Taille und tiefem Ausschnitt, aber ich war total genervt. Kleidung kaufen gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Es ist der blanke Horror!
Ich bin ja wirklich nicht dick, sondern nur etwas kurvig, aber trotzdem finde ich es wahnsinnig schwierig, schöne Kleidung zu finden. Wenn ich also immer wieder lese, wie Manager von Bekleidungsfirmen und Inhaber von Modegeschäften klagen, ihre Verkaufszahlen wären nicht so gut wie erwartet, dann kann ich nur sagen: Selbst schuld, Jungens!
Ihr könntet richtig fette Kohle machen, wenn ihr mal dran denken würdet, dass die weibliche Bevölkerung aus unterschiedlichen Frauen besteht. Nicht nur aus Models. Alle Frauen haben das Recht auf hübsche Kleidung, nicht nur die ganz schlanken. Auch Frauen mit rundlicheren Figuren verdienen Geld und möchten es gerne ausgeben. Und zwar für Sachen, in denen sie hübsch aussehen, und nicht für Textilschrott im Schlabberlook.
Jede Frau kann sexy aussehen, wenn sie etwas trägt, dass ihre Pluspunkte zur Geltung bringt. Flatterhemden mit Kittelschürzen-Muster oder Polyesterblusen mit Klatschrosen, billigem Flockprint oder einer albernen Glitzeraufschrift tun das ganz sicher nicht.
Also, liebe Bekleidungshersteller: Gebt euch mal ein bisschen Mühe, dann klingelt auch die Kasse! Das gilt auch für euch, verehrte Chefeinkäufer. Bestellt zur Abwechslung mal ein paar Teile in Größen, die gebraucht werden. Dann braucht ihr euch auch keine Sorgen um die Zukunft mehr zu machen.
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13.2.2011 von Lumpazi.
Kann mir mal jemand sagen, warum Moosi ihre Walking-Runden andauernd noch ein bisschen verlängern muss? Immer wenn ich denke, sie ist gleich zu Ende und ich darf mich ausruhen, dann hängt sie noch ein Stückchen dran. Das ist richtig gemein.
Das allerschrecklichste ist, dass Moosi heute auch noch wieder angefangen hat, um die Talsperre zu joggen. Erst hatte ich noch etwas Hoffnung, weil Moosi gesagt hat, dass sie sich noch sehr schlapp fühlen würde und sicher die Runde nicht schaffen würde. Aber leider war Ernst mit dabei und hat sie angefeuert. Und so hat sie sich mächtig angestrengt und die Runde durchgehalten, und ich musste immer nebenher. 2,9 km lang - eine halbe Stunde Qual. Und dann sagte Moosi noch, demnächst müsse das aber schneller gehen, und dass eine Runde viel zu wenig sei. Hilfe! Was soll ich denn bloß tun? Das muß ich ungedingt verhindern.
Jetzt habe ich Blasen an den Pfoten und sie sind ganz wund. Muskelkater in den Beinen habe ich auch. Das tut richtig weh und ich kann nur noch hinken und gar nicht mehr richtig laufen. Autsch! Ich glaube, ich muß zum Tierarzt.
Ein Glück, dass es wenigstens in der letzten Zeit öfter mal Sonnenschein gibt und ich nicht auch noch im Regen herumlaufen muss. Wenn ich dabei auch noch ein nasses Fell hätte, hätte ich wahrscheinlich schon eine Lungenentzündung.
Mit dem Essen der letzten zwei Wochen konnte ich mich auch nicht wirklich anfreunden. Es ist viel zu wenig und überhaupt nicht lecker. Ich mag kein Obst und auch keinen Salat. Und Vollkornbrot mit Putenwurst oder Corned Beef ohne Butter drunter finde ich auch nicht sehr verlockend. Ganz zu schweigen von diesen ekligen Pellkartoffeln. Moosi scheint eine wahre Vorliebe dafür zu haben, sie isst sie total gerne. Bäh! Anstatt Fleisch gibt es dauernd toten Fisch. Der macht überhaupt nicht richtig satt.
Logisch, dass mein Aussehen sehr unter der miesen Behandlung gelitten hat. Wie soll ich mein Gewicht halten, wenn Moosi mich so schikaniert? Sie selbst hat auch abgenommen, und freut sich darüber. Wie kann man nur!
Einen kleinen Lichtblick gab es aber doch in der letzten Woche: Moosi hatte Freunde zum Fondue eingeladen, und da habe ich mir so richtig den Bauch vollgeschlagen mit vier verschiedenen Fleischsorten, leckeren Saucen und eingelegtem Gemüse. So konnte ich wenigstens das Schlimmste verhindern.
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13.2.2011 von Moosi.
Endlich ist es soweit - es geht mir besser und ich fange wieder an zu joggen. Und mein Mann läuft auch mit, dann ist es nicht so langweilig. Heute morgen haben wir nach einer sehr sehr langen Pause unsere erste Runde gedreht, dabei aber leider einen entscheidenden Fehler gemacht: wir waren nicht früh genug an der Talsperre. Und so machten wir Bekanntschaft mit einer besonderen Spezies der Vogelwelt: der Unbemannten Laufente.
Eigentlich sind wir ja besonders tierlieb und freuen uns an allen Tieren, die wir auf unseren Wanderungen und beim Sport entdecken. So mögen wir auch sehr gerne die possierlichen Indischen Laufenten, die so drollig über den Rasen spazieren, wenn sie nach Nacktschnecken suchen. Die Tierchen sind sehr hübsch anzusehen mit ihrem flaschenförmigen Körper und dem schönen braunen, cremefarbenen oder grauen Gefieder und sie können mit ihren langen Beinen ziemlich schnell laufen. Sie schnattern zwar gerne, aber nicht besonders laut. Sie fühlen sich überall wohl, wo sie ausreichend Wasser zum Schwimmen und frisches Gras finden.
Von diesem hübschen Tierchen gibt es im Bergischen Land aber noch zwei regionale Unterarten. Da ist als wichtigste Spezies die Bergische Laufente. Sie hat ebenfalls ein dezent getöntes Gefieder und hält sich vorwiegend auf den Laufstrecken der Bergischen Wälder auf, wo sie nach und nach einen kräftigen, sportlich gestählten Körper bekommt und sich Energie für die alljährliche Reise in den Süden holt.
Rund um die Remscheider Talsperre gibt es größere Vorkommen dieses sympathischen Vogels. Die Bergische Laufente rennt gerne und ist ziemlich schnell und ausdauernd. Daher gewinnt sie oft Preise auf bekannten Entenschauen wie dem Röntgenlauf oder dem City-Run. Sie ist sehr wetterfest und auch bei dickstem Regen, Schneegestöber und Nebel kann man ihr begegnen. Ihr Geschnatter ist dezent und hält sich in Grenzen. Eine wahre Freude also für jeden Tierfreund.
Die zweite Art nennt man die Unbemannte Laufente. Woran erkennt man diesen Vogel? Die Unbemannte Laufente ist ausschließlich weiblichen Geschlechts und verfügt über zwei besonders hervorstechende Kennzeichen: das schöne Gefieder und die sehr laute, leider nicht besonders schöne Stimme.
Das Gefieder der Laufente ist prächtig und wunderschön gefärbt. Besonders die Federn am Kopf sind sehr dekorativ geordnet, und um Augen und Schnabel herum kann man besonders schöne Farbspiele beobachten. Über den Augen lässt sich häufig ein leuchtend buntes Band rund um den Kopf bewundern. Leider wird der wunderschöne Eindruck dieses Vogels durch das durchdringend laute, penetrante Geschnatter sehr getrübt.
Die Unbemannte Laufente hält einen langen Winterschlaf und wird durch das erste sonnige, wärmere Wetter ins Freie gelockt. Man trifft sie vorwiegend rund um die Remscheider Talsperre, wo sie sich mit wenig Energieaufwand vorwärts bewegt, damit sie ihre Kraft für die anstrengende Balz bewahren kann. An Regentagen, bei Nebel oder Frost bleibt sie im warmen Nest, damit ihr hübsches Gefieder nicht leidet.
Sobald die Unbemannte Laufente das Nest verläßt, beginnt sie zu balzen. Dabei ist sie auf die Männchen der Bergischen Laufente angewiesen. Bei der Balz treffen sich weibliche Enten in kleinen Grüppchen von sechs bis acht Tieren. Wenn sie ein passendes Männchen erspäht haben, machen sie durch lebhaftes, lautes Geschnatter und das Präsentieren des leuchtenden Gefieders auf sich aufmerksam.
Die Balz gestaltet sich meist schwierig, weil viele Männchen beim ersten Klang des Geschnatters panisch flüchten. Trotzdem gelingt es hier und da einem Weibchen, sich mit einem geneigten Männchen zu paaren, wodurch die Spezies bisher nicht vom Aussterben bedroht ist.
Die Art gibt für den Tierfreund leider wenig Anlass zur Freude. Daher ist es ratsam, schon sehr früh am Morgen Joggen zu gehen, wenn sich die Unbemannten Laufenten noch im Nest befinden. Mein Mann und ich haben daher beschlossen, uns in Zukunft den Wecker etwas früher zu stellen, um diesen nervigen Tierchen nicht mehr zu begegnen.
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3.2.2011 von Moosi.
Heute morgen war endlich mal richtig freundliches, fast schon frühlingshaftes Wetter, und ich habe mich riesig gefreut, als ich die ersten beiden blühenden Schneeglöckchen im Garten entdeckt habe. Die Meisen suchen auch schon nach einer Unterkunft zum Brüten. Da macht es gleich viel mehr Spaß, die morgendliche Walkingrunde anzutreten. Und natürlich verzichte ich danach auch gerne auf den Bus und gehe zu Fuß zur Arbeit.
Ich habe mich also voller Vorfreude mit meinen Stöcken auf den Weg gemacht und gleich meine Runde noch ein wenig verlängert. Im Wald zwitscherten die Vögel und man hörte die Spechte klopfen. Als ich dann noch zwei Schwärme Schneegänse ziehen sah, war der Morgen perfekt. Ob bald der Frühling kommt? Dann könnte ich endlich wieder in den Garten.
Auf dem Weg zur Arbeit hatte ich noch ein besonderes Erlebnis: Die Waldarbeiter, die die Bäume an den Bahndämmen stutzten, und auch die Bauarbeiter an der Baustelle auf der Küppelsteiner Straße pfiffen mir nach. Ich musste schmunzeln. Wenn sie bei jungen Mädels pfeifen, ist das ja normal. Aber wenn sie das sogar bei einem Golden Girl wie mir tun, dann muss der Frühling nahe sein. So viel ist sicher.
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23.1.2011 von Moosi.
Wenn man unter lästigen Beschwerden wie Migräne, Bluthochdruck und Herzrhythmus-Störungen leidet und sich auch mit Medikamenten keine gravierende Besserung einstellen will, macht man sich auch immer wieder Gedanken zur Ernährung. Ist diese schon optimal gestaltet hinsichtlich der Höhe der Kalorien bzw. des Anteils von Fetten, Kohlenhydraten oder Eiweissen, die die Lebensmittel haben? Aiqum mit seinem Ernährungsplan ist dabei eine große Hilfe.
Wer schon seit längerem abnimmt, so wie ich, hat diese Optimierungsphase längst hinter sich und seine Gewohnheiten entsprechend abgeändert. Die berühmten “Fünf-am-Tag” gehören zur täglichen Ernährung und Schokolade und Chips wurden aus dem Vorratsschrank verbannt. Wenigstens fast immer. Reicht das also schon aus?
Nein. Wenigstens nicht bei mir. Angespornt von einem Beitrag über Aspartam, den Thomas im Forum von Aiqum veröffentlicht hat, machte ich mir Gedanken über die einzelnen Bestandteile, die in den Lebensmitteln drin sind. In manchen sind ja wahre Mengen von Zusatzstoffen. Manches davon könnte vielleicht schädlich sein oder wenigstens nicht besonders gut tun. Bestimmte Stoffe könnten eventuell die Migräne verschlimmern oder Einfluss auf den Blutdruck haben. Deshalb habe ich mir einige Wochen lang Notizen gemacht über die vertilgten Lebensmittel, die Zusatzstoffe enthalten, und wie sie mein Befinden beeinflussen.
Aspartam war in sehr vielen Joghurts und Milchmixgetränken enthalten, Glutamamate habe ich auch öfter im Essen gehabt, z.B. bei den Gewürzmischungen für meinen Magerquark, oder in der kalorienarmen Gemüsebrühe. Manchmal war es auch nur “Hefeextrakt”, was ja auch nichts besseres als ein natürliches Glutmamat ist, und somit ein Geschmacksverstärker, auch wenn die Werbung das Gegenteil behauptet.
Leider entdeckte ich in vielen Joghurts, Quarkspeisen, Gemüsegerichten und sogar in ganz stinknormalen Dosenerbsen künstliche und natürliche Aromen, Farbstoffe, Verdickungsmittel, Emulgatoren und weiß der Geier was noch. Ist das wirklich alles nötig? Bei Fertiggerichten ist das irgendwie klar, sonst würde das fade Zeug ja niemand runterkriegen. Nur ist in diesen Speisen ausserdem noch viel zu viel Salz drin. Und in fettarmen Milchprodukten zu viel Zucker.
Folgendes Ergebnis habe ich bei meinem Versuch bekommen: Aspartam hat massiven Einfluß auf meinen Blutdruck und verursacht bei mir Herzrasen und Schwindelgefühl, selbst wenn ich nur 0,3 - 0,5 l eines Softdrinks mit diesem Stoff am Tag trinke.
Glutamat verstärkt meine Migräne, bzw. löst sie teilweise aus, obwohl ich niemals große Mengen der entsprechenden Lebensmittel zu mir nehme. Meine Beine schwellen davon an, weil ich davon Wasser einlagere. Ich habe auch das Gefühl, dass alle Lebensmittel, in denen Glutamate sind, irgendwie gleich schmecken, und diesen penetranten Geschmack finde ich total unangenehm. Er versaut das Aroma der meisten Gerichte. BeiGemüseeintöpfen schmeckt man oft nicht mal mehr, welche Sorten Gemüse drin sind.
Auswirkungen bei Farb- und Aromastoffen konnte ich nicht feststellen. Allerdings ist mir aufgefallen, dass mir, nachdem ich eine Weile meine Fruchtjoghurts und Milchdrinks mit frischen Früchten selbst gemacht habe, die fertigen Produkte irgendwie künstlich schmeckten. Sind halt oft alle möglichen Chemikalien drin anstatt echte Früchte. Oder das Obst ist nur in Alibimengen zugegeben worden. Ich fand diese Joghurts und Quarkspeisen überhaupt nicht mehr lecker.
Auf Grund dieser Erkenntnisse werde ich zukünftig alle diese Zusatzstoffe so weit wie möglich meiden. Ganz wird das wohl leider nicht gehen, aber Fertiggerichte wird es keine mehr geben und Lebensmittel werden nur noch gekauft, wenn so wenig Chemie wie möglich drin ist. Das wird nicht leicht, denn man findet nur noch wenige Lebensmittel, deren Zutatenliste sich nicht so liest, als ob sie direkt von Dr. Mabuse kreiert worden wäre.
Die Lebensmittelindustrie möchte wahrscheinlich nicht, dass man noch irgendwelche halbwegs naturbelassenen Produkte kaufen kann. Dann würde man vielleicht schmecken, was für minderwertiges Zeugs darin verarbeitet wird. Leider sind in so gut wie allen Lebensmitteln irgendwelche Dinge drin, die ich lieber nicht essen würde. Daher werden meine Einkäufe demnächst viel zeitintensiver werden, weil ich erst einmal die Zutatenlisten lesen muss. Aber die investierte Zeit lohnt sich bestimmt.
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23.1.2011 von Lumpazi.
Heute in den frühen Morgenstunden verstarb unerwartet und viel zu früh in Ausübung seines Amtes Herr Wiegbald Sechzig. Mit Bestürzung und Trauer nehmen wir Abschied von einem treuen Freund.
Seit 1998 war Herr Sechzig als digitale Personenwaage in den Diensten von Frauchen Moosi tätig. Für seine großen Verdienste wurde ihm 2009 als Ehren-Auszeichnung der goldene Doppelzentner verliehen. Sein objektiver Charakter wird uns fehlen. Möge sein Leuchtdisplay ewig glühen.
Ruhe in Frieden!
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2.1.2011 von Lumpazi.
Kaum hat man sich ein bisschen an ein schweinehundewürdiges Leben gewöhnt, ist es auch schon wieder aus damit. Moosi musste heute einen neuen Figurtest machen, weil durch ein Datenbankproblem ihre Ernährungsplanung bei Aiqum kaputt gegangen ist.
Als sie auf die Waage gestiegen ist, hat sie einen Schock bekommen: Sie hat nämlich zugenommen und wiegt 71 Kilo. Dabei hat sie ab dem ersten Weihnachtstag gar nicht viel gegessen, weil sie die Schlemmerei so leid war. Mit so einer Zunahme hatte sie gar nicht gerechnet, denn am 25.12. hat sie ja noch 69 Kilo gewogen.
Deshalb hat sie gleich nach Ernst gerufen und der ist jetzt wieder bei uns eingezogen. Er hat auch eine Hundepeitsche mitgebracht, und damit droht er mir nun immer, wenn ich mal ein bisschen aufmucke.
Moosi will sich streng an ihren Ernährungsplan halten. Glücklicherweise ist der aber für die nächsten 2 Wochen viel höher als sonst. Deshalb muss ich auch nicht Hungern und kann mein Bäuchlein ordentlich vollschlagen. Moosi hat auch noch ein Piccolöchen von Silvester im Kühlschrank, das muss sie unbedingt noch trinken, damit es nicht schlecht wird.
Jetzt hoffe ich nur, dass sie auch wirklich alles isst, was im Ernährungsplan steht. Und dass sie möglichst wenig Sport treibt. Schaun mer mal!
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25.12.2010 von Lumpazi.
In den letzten Tagen bin ich aber mal so richtig auf meine Kosten gekommen: Beinahe jeden Tag war Moosi irgendwo zum Feiern verabredet, und ich durfte jedes Mal mit. Und jedes Mal gab es leckeres Essen und Glühwein, Kakao oder Rotwein.
Zweimal waren wir in Elberfeld auf dem Weihnachtsmarkt. Zweimal hat Moosi sich mit ihren Exkollegen von Vaillant am Glühweinstand vor der Eisbahn getroffen. Sie freut sich immer sehr darauf, wenn sie diese Leute mal wieder sieht. Auf der Weihnachtsfeier der Akademie Remscheid war sie auch. Da gab es ein feines Menü, und es war sehr gemütlich.
Aber wegen des Schnees fuhr abends kein Bus mehr, und es gab auch kein Taxi. Das bedeutete also einen beschwerlichen Fußmarsch nach Hause. Glücklicherweise brauchte sie nicht alleine zu gehen und als die Gruppe die die halbe Strecke geschafft hatte, konnten sie doch noch ein Taxi anhalten.
Die beste Feier war aber die, zu der Moosis Chefin eingeladen hatte. Sie hatte für alle ein wunderbares Festmenü gekocht. So etwas leckeres habe ich lange nicht mehr gegessen. Einige Kollegen von Moosi machten Weihnachtsmusik und wir alle haben dazu gesungen und viel gelacht. Nachher wurde “Horrorwichteln” gespielt. Moosi hat gesagt, so eine schöne Weihnachtsfeier hätte sie vorher noch nie mitgemacht. Am nächsten Tag hatte sie Bauchschmerzen vom Lachen.
Zum Ende der Woche haben wir ein schönes Weihnachtskonzert in der Lutherkirche besucht und waren anschliessend noch einen Glühwein trinken. Und gestern, am Heiligabend, hat Moosi endlich Berliner Brot gebacken und einen wundervollen Salzbraten für uns gemacht. Den haben wir mit Schwarzbrot und Butter gegessen. Mjamm…..
Ihr seht, diese Zeit war ein Weihnachtsgeschenk ganz speziell für mich, Lumpazi, den liebsten Schweinehund der Welt. Schließlich ist Weihnachten nicht nur für die Menschen da!
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11.12.2010 von Lumpazi.
Eigentlich ist ja erst am 22. Dezember Winteranfang, aber das Wetter ist schon richtig winterlich. Die Straßen sind glatt und schlecht geräumt, und wir müssen oft zu Fuß gehen, weil die Busse nicht mehr fahren. Jeden Tag müssen wir kräftig schaufeln, und das ist sehr anstrengend. Überall ist das Streusalz ausverkauft.
Seit dem 28.11. ist fast jeden Tag etwas Schnee dazugekommen, und jetzt ist alles so dick verschneit wie sonst nur in den Bergen. Moosi ist begeistert und sagt, das käme von einem Lied auf der Weihnachts-CD, dass sie regelmäßig abgespielt hat. Das Lied heißt “Let it snow”.
Ob das alles so stimmt, weiß ich natürlich nicht. Aber es wäre ja immerhin möglich. Ob Moosi wirklich zaubern kann? Sie ist mir neuerdings ein bisschen unheimlich.
Am Nikolaustag hat sie sich mit den Aiqum-Mädels auf dem Barmer Weihnachtsmarkt getroffen, und an dem Tag sollte es klar und niederschlagsfrei sein. Deshalb grinste ich nur, als Moosi “Let it snow” aufgelegt hat.
Es schneite auch wirklich nicht, als Monstermami und sie am Bahnhof Barmen angekommen waren. Diese Aiqum-Mädels sind wirklich total nett, ich freue mich immer, wenn wir sie treffen. Sie sind auch sehr tierfreundlich, und verwöhnen mich immer mit ganz leckeren Sachen. Ich durfte Glühwein und Kakao mit Sahne trinken, und dann bekam ich auch noch Weihnachtsplätzchen geschenkt. Ist das nicht nett?
Aber während wir sorglos in der Glühweinbude standen, fing es draußen an zu schneien. Deshalb machten sich Moosi und Monstermami dann auch rechtzeitig auf den Rückweg, um den Zug nach Remscheid zu erwischen. Es war ein ganz schrecklicher Schneesturm, und als wir am Bahnhof ankamen, sahen wir gerade noch die Rücklichter des Zuges verschwinden. Elender Wetterbericht! Und auf Monstermamis Smartphone wurde über Wuppertal klarer Himmel angezeigt. Nicht mal dem GPS kann man trauen.
Ich hatte schreckliche Angst, der nächste Zug könnte schon nicht mehr fahren, denn die Schienen fingen an zu vereisen, aber wir hatten Glück. 20 Minuten später kam der nächste Zug und wir kamen glücklich wieder in Remscheid an. Mann, was war ich froh! Die Strecke in die andere Richtung war schon gesperrt, und so war unser Zug wohl der letzte, der an diesem Abend noch fuhr.
Moosi ist aber auch sooo leichtsinnig. Wie kann sie so ein gefährliches Lied spielen, wenn sie abends ausgehen will?
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27.11.2010 von Lumpazi.
Es ist doch schade, dass die schönen Zeiten immer so kurz andauern. Ich hatte mich so gefreut, dass ich mich ausruhen konnte, und dabei Schokolade und Bonbons naschen durfte. Aber leider war Moosi nur noch eine einzige weitere Woche krank geschrieben.
Mit dem Süßkram war es schon vorher vorbei: Nach zwei Tagen hatte Moosi genug davon und bekam Appetit auf Kartoffelstampf mit Gurkensalat, Pellkartoffeln mit Quark und Hühnersuppe. Das sind nicht gerade Sachen, die ich gerne mag.
Moosi hat nun neue Medikamente bekommen, die sie bis jetzt aber noch nicht so gut verträgt. Trotzdem müssen die gut sein, denn Moosi legt endlich mal wieder an Gewicht zu. Das steht auch auf dem Beipackzettel bei den Nebenwirkungen. Ich freue mich darüber, aber Moosi ist ganz sauer.
Im Moment hat sie aber wenig Zeit, um sich zu ärgern: Morgen ist der erste Advent, und Moosi ist damit beschäftigt, die Wohnung und den Windfang vor der Haustüre zu dekorieren. Ich helfe ihr dabei: Ich trinke ein Glas Glühwein mit Herrchen und trage die Verantwortung.
Leider macht Moosi in diesem Jahr keine Anstalten, irgendwelche Kekse zu backen, und sie hat auch keine Plätzchen gekauft. Wenn Moosi mich weiter so sträflich vernachlässigt, beschwere ich mich beim Tierschutzverein. Aber morgen gehen wir auf den Lüttringhauser Weihnachtsmarkt, und da werde ich schon dafür sorgen, dass ich nicht zu kurz komme. Darauf könnt ihr euch verlassen.
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