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Archive für Juni 2010

Die drei Muskeltiere

Als Schweinehund hat man wirklich ein schweres Leben. Einmal hat man ständig diesen Kampf um schweinehundewürdiges Essen und artgerechte Bewegung. Zum anderen muss man dauernd um seine wohlverdiente Ruhe kämpfen. Wenn man unterlegen ist, bekommt man Hunger und Muskelkater. Besonders, wenn Moosi das Büchlein von Herrn Tranti aus der Tasche zieht.

Der Muskelkater äußert sich in schmerzenden Gliedern und steifen Gelenken. Aber das ist noch nicht alles, was nervt. Unser frecher Kater Tiger, der immer gemütlich auf seinem Kissen dösen darf und sich nicht so abstrampeln muss wie ich, der kichert auch noch vernehmlich. Dieser räudige Flohsack! Ich nenne ihn den Muskelkater, weil er genau so fies ist wie schmerzende Beine nach einer langen, langen Wanderung, und weil er immer so leicht und schwerelos durch die Wohnung stolziert. Der hat richtig starke und geschmeidige Muskeln, das seh ich ganz deutlich. Bestimmt tun dem nie die Knochen weh. Dieser eingebildete Zeckenteppich.

Tiger

Und jetzt hat das Viech auch noch Verstärkung bekommen. Das ist gemein! Gegen einen Kater kann ich mich wehren. Aber doch nicht gegen drei von diesen schleichenden Monstern. Moosi sagt: “Aller guten Dinge sind drei! “Die Kater sagen: Einer gegen alle (das bin ich) und alle gegen einen.” Deshalb nenne ich sie die drei Muskeltiere.

Danny und Rusty heißen die beiden Satansbraten, die Herrchen von einem Arbeitskollegen bekommen hat. Sie sind seeehr schlecht erzogen und furchtbar faul. Außer fressen, schlafen und Unsinn machen können die gar nichts. Doch - eines habe ich vergessen: Schweinehunde beim Dösen stören, das können sie auch noch. Sogar ganz besonders gut. Und Herrchen gibt denen auch noch Leckerchen, damit sie sich wohl fühlen. Was ist mir mir? Hat mich keiner lieb?

Rusty

 

Danny

Ich darf statt dessen mal wieder meine Pfoten wundtrappeln. Moosi ist immer zu Fuß zur Arbeit gegangen, weil sie immer noch nicht wieder Joggen kann. So bleibt sie in Übung, sagt sie. Ich will aber nicht in Übung bleiben, ich will auch in meinem Körbchen liegen,  so wie die drei Fellnasen. Kann Frauchen nicht den Bus nehmen? Wozu hat sie ein Monatsticket? Und jetzt, wo sie ein paar Tage Resturlaub hat, könnte sie so schön im Garten herumgammeln. Aber was macht sie? Geht spazieren, macht Hausputz und kauft ein. Natürlich zu Fuß! Ich hasse das.

Abends wird dann noch im Garten gerackert, damit er richtig schön ist. Moosi sollte lieber eine gepolsterte Liege in den Garten stellen, und nicht so viele Blümchen pflanzen. Davon wird der Garten auch nicht gemütlicher. Ausserdem - was nützt der schönste Garten, wenn man ihm vor lauter Buddeln nicht sieht? Ist Moosi ein Maulwurf, oder was?

Na ja, blind genug ist sie ja schon, besonders, wenn sie ihre Brille trägt und nicht die Kontaktlinsen. Dann hat sie ein Gesicht wie Puck, die Stubenfliege. Neulich habe ich sie gefragt, ob sie die Brillengläser bei Glasbau Rathmann gekauft hat. Höhö.

Hoffentlich  stößt sie bei der Buddelei in den Gartenbeeten auf tonnenweise Katzendreck. Dann wird ihr die Lust am Gärtnern schon vergehen.

Wenn Wünsche wahr werden

Ich hatte mir doch sooo fest vorgenommen, es nie, nie, niemals garnie nicht wieder zu tun. Mir etwas zu wünschen, meine ich. Aber leider habe ich meine guten Vorsätze vom Januar vergessen und habe es doch gemacht. Das hab ich jetzt davon.

Wenn ich vorher gewusst hätte, was ich mir mit meinen Wetterwünschen eingebrockt habe, dann hätte ich Herrchen und Moosi die Autoreifen angestochen, damit sie nicht in Urlaub fahren können. Hab ich aber leider nicht. Ich bin also selbst schuld!

An unserem ersten Tag im Allgäu war die Welt noch in Ordnung. Ich durfte faul auf der Terrasse liegen und lauter leckere Sachen futtern. Abends gab es einen kleinen Spaziergang und einen leckeren Schweinsbraten. Ein toller Anfang! Doch dann…..

dann wurde mein Wunsch erfüllt. Schon in der Nacht gab es schlechtes Wetter. So ein richtiges Sauwetter. Ich freute mich schon, gemütlich auf dem Sofa abzuhängen. Gerade wollte ich es mir bequem machen, da zogen Moosi und Herrchen die Regenkeidung an. Sie machten eine Wanderung und ich musste mit. Brrr… Es nieselte, und Herrchen und Moosi wanderten durch Oberjoch und  Unterjoch. Es war kalt. Nur zehn Grad. Dann fing es auch noch an zu gießen wie aus Eimern.

Regen in Oberjoch

Gottseidank hatten die beiden ein Einsehen und wir gingen in einen Gasthof, um uns aufzuwärmen. Ich war froh, dass wir danach wieder zurück gefahren sind und Moosi leckeren Spargel für uns gekocht hat.Und abends, als ich mich gemütlich hinkuschelte, was tat ich da? Genau - ich wünschte mir, dass es nicht mehr so regnet, denn Moosi und Herrchen wollten zur Bergstation auf dem Imberger Horn.

Es regnete auch tatsächlich nicht. Aber ich konnte mich nicht darüber freuen. Es schneite nämlich. Ehrlich! Wir fahren in die Sommerferien und es schneit. Könnt Ihr Euch vorstellen, wie sauer ich da war? Ich quengelte, damit Moosi und Herrchen mit der Seilbahn ins Tal fahren sollten. Das taten sie aber nicht. Sie machten genau das Gegenteil - eine sehr ausgiebige Wanderung. Grrrr….. ich hätte sie am liebsten in den Allerwertesten gebissen. Aber das tut ein braver Schweinehund ja nicht.

Völlig erledigt bin ich abends eingeschlafen. Puh - war ich müde. Aber ich konnte ja ausschlafen. Dachte ich wenigstens. Konnte ich aber nicht, weil ich morgens um kurz vor fünf vom Geläut dutzender Kuhglocken geweckt wurde. Die Kühe wurden nämlich für den Sommer auf die Bergwiesen getrieben. Menno! Warum müssen diese Viecher denn so bimmeln, können die nicht leise spazieren gehen? Das tu ich doch auch. Aber das Gebimmel gab mir auch Hoffnung: Wenn die Kühe auf die Sommerwiesen gehen, wird kein Frost mehr erwartet. Das hatte ich mir vor dem Einschlafen gewünscht.

Am nächsten Tag war es auch nicht mehr so kalt, aber es nieselte. Moosi sagte, wir würden nicht wandern, sondern etwas besichtigen, was sie schon lange einmal sehen wollte, denn dafür wäre genau das richtige Wetter. Prima! Ein Museum oder sowas, da wird man wenigstens nicht nass, dachte ich. Aber das war ein Irrtum, denn wir besichtigten kein Museum. Wir fuhren nach Oberstdorf und besichtigten die Breitachklamm. Das ist eine ganz enge, tiefe Schlucht, wo von den Felswänden überall das Wasser rieselt. Das bedeutet, man wird total durchnässt. Das hatte Moosi mit dem richtigen Wetter gemeint. Dieses Miststück.

Dieses Mal wollte ich schlauer sein. Ich wünschte mir, dass es weder schneien noch frieren noch irgendwelche Niederschläge geben sollte, damit ich endlich mal einen schönen Urlaubstag geniessen konnte. Am nächsten Morgen schien die Sonne und wir wanderten los. Ich war happy! Moosi und Herrchen wollten zum Giebelhaus und dann weiter zur Schwarzenberghütte. Ich wünschte mir, dass sie nicht den Sommerweg wählen würden, sondern lieber den Fahrweg, weil der nicht so modderig ist.

Das Wetter war herrlich und angenehm warm und im Giebelhaus gab es ein leckeres Mittagessen. Aber als wir wieder nach draußen gingen, bekam ich beinahe einen Schock. Es war auf einmal richtig warm geworden und der Weg war sooo steil.  Schatten gab es auch nicht auf dem Fahrweg. Alle hundert Meter musste ich schnaufend stehen bleiben. Die Zunge hing mir aus dem Maul. Mann, hatte ich Durst. Hätten wir doch den Sommerweg genommen! Aber oben gab es endlich ein leckeres Bierchen. Der Weg nach Hause ging dann zum Glück nur noch bergab. Nach siebeneinhalb  Stunden waren wir wieder zu Hause. Ich war völlig kaputt, aber wenigstens das Wetter war schön, deshalb wünschte ich mir für morgen auch wieder Sonnenschein.

Wanderpause

Unser letzter Urlaubstag war auch wunschgemäß sonnig und warm und wir machten uns auf den Weg zur Willersalp. Dieser Weg ist sehr steinig und noch viel, viel steiler als der Weg vom Tag davor. Gar nicht gut für die Pfoten. Man muss zwei Stunden lang immer bergauf steigen, bis man endlich da ist. Und es war nicht nur sonnig, sondern wahnsinnig heiss. 32 Grad waren es, und ich sehnte mich so sehr nach einem kalten Getränk. Die Sonne brannte, und auf der Willersalp war kein schattiges Plätzchen frei. Moosi und Herrchen bekamen einen Sonnenbrand und ich kicherte schadenfroh. Ich habe nämlich ein schützendes Fell. Ätschbätsch!

Ich war glücklich, als wir uns endlich an den Abstieg machten und ein kühler Wind aufkam. Nur als es immer stürmischer wurde und mir der Staub in die Augen geweht wurde, fand ich es gar nicht mehr lustig. Ich hatte nämlich keine Sonnenbrille wie Moosi und Herrchen. Als wir im Tal ankamen, gab es ein Gewitter und begann kräftig zu hageln. Wir flitzten schnell ins Haus.

So habe ich mir jeden Tag mein Wetter gewünscht. Das gab es auch, genau so, wie ich es bestellt habe. Aber was bekam ich: Lauter Sauwetter und Hundstage. Jedesmal hatte es einen riesigen Haken, und ich war der Dumme. Wie war das noch: “…denn sie könnten erfüllt werden?” Genau.

Was mich glücklich macht - ein Stöckchen von Familie Schoder

Rein zufällig, und leider viiiel zu spät, habe ich entdeckt, dass es einen interessanten Blog  gibt, bei dem es auch  um das Thema Abnehmen geht: familie-schoder.de Steffi Schoder beschreibt da sehr interessant ihren Weg zum BMI von 25. Da Steffi und ihr Mann Korbinian, genau wie ich, Katzenfreunde sind, erfreue ich mich auch immer über die netten Katzenbeiträge im Blog. Und die Beiden haben mir auch mein erstes Stöckchen zugeworfen. Die Aufgabe:

  • Nenne 10 Dinge, die Dich glücklich machen
  • Gib das Stöckchen an 10 Personen weiter

Also - auch wenn es lange gedauert hat, ich fang mal an:

Die zehn Dinge, die mich am glücklichsten machen, sind:

  • Eine Bergwanderung machen und hoch über den Wolken die Seele baumeln lassen
  • Mit meinem Mann zusammen sein
  • ein langer Spieleabend mit der Familie oder mit Freunden
  • An einem warmen Sommerabend in der Wachau beim Heurigen sitzen
  • Mit meinem Schatz Ruderboot fahren und dabei eine Wasserschlacht veranstalten
  • Mit unserem Kater Tiger auf dem Sofa kuscheln
  • In der Morgendämmerung um die Talsperre joggen
  • Ein entspannter Leseabend mit einem guten Buch und einer großen Kanne Tee
  • Italienisches Fruchteis mit Sahne und frischen Früchten
  • Mein derzeitiger Job, der aber leider nur eine Krankenvertretung ist

Wenn ich es so recht überlege, gibt es sogar noch viel mehr Dinge, die mich glücklich machen. Dagegen gibt es zur Zeit wirklich gar nichts, was mich unglücklich macht. Höchstens kommt hier und da mal ein Moment, wo ich für kurze Zeit mal leicht verstimmt bin. Das geht aber dann ganz schnell wieder vorbei und das ist wirklich eine sehr positive Bilanz. Gerade, während ich dies hier schreibe, wird es mir so richtig bewußt, wie gut ich es habe.

So - jetzt wäre noch zu überlegen, an wen ich das Stöckchen weitergeben könnte. Da ich nur sehr wenig Zeit zum Bloglesen und -schreiben habe, kenne ich leider nicht so viele davon. Und die wenigen, bei denen ich regelmäßig mitlese, haben leider dieses Stöckchen schon irgendwann einmal von jemand anderem bekommen.

Deshalb werde ich das Stöckchen hier liegen lassen, damit es jemand aufhebt, der es noch nicht gehabt hat.

Wo ist das Stöckchen?

Moosi hat gesagt, ein besonders nettes Frauchen namens Steffi hätte uns ein Stöckchen zugeworfen. Das finde ich sehr nett von dieser Steffi. Als Schweinehund bin ich zwar etwas anders als z.B. ein Schäferhund, aber Stöckchen liebe ich über alles. Deshalb habe ich mich natürlich riesig gefreut. Man muss aber ein paar Aufgaben erfüllen, damit man mit dem Stöckchen spielen darf. Steffi möchte nämlich folgendes wissen:

10 Dinge wissen, die mich glücklich machen. Fang ich also mal an:

  1. Ein Riesenbecher Kakao mit Sahne
  2. Ein Abend auf meinem bequemen Sofa mit Knabberzeugs in Reichweite
  3. Auf der Gartenliege liegen und Moosi und Herrchen beim Unkrautzupfen zusehen.
  4. Ein fauler Tag am Strand
  5. Sonntags auf das Mittagessen warten
  6. Im Kino einen Riesenbecher Popkorn futtern
  7. Bei schlechtem Wetter mit einer Wolldecke und einem Glas Glühwein vor dem Fernseher rumfläzen
  8. Mit Moosi und Herrchen bei Sonnenschein im Wald auf einer Bank sitzen
  9. Mit Stöckchen spielen
  10. Mein Frauchen mit Essen verwöhnen, damit sie schön rund und kuschelig wird.

Leider soll ich nun das Stöckchen weitergeben. An zehn Leute. Das mache ich aber nicht, nöööö! Nix da. Das muss Moosi machen, ich streike! Ich passe auf, wenn sie das Stöckchen wirft. Dann laufe ich ganz schnell hinterher und bringe es ihr wieder zurück. So macht das ein braver Hund. Auch, wenn er nur ein Schweinehund ist.

Aber ich habe da ein Problem: Ich habe nun alle Fragen ganz brav beantwortet, aber ich sehe gar kein Stöckchen. Ich hab schon alle Umschläge im Briefkasten beschnuppert, in das Paket gesehen, dass letzten Mittwoch gekommen ist, und überall im Haus gesucht, aber nichts entdeckt. Das verstehe ich nicht. Wo ist denn nun das Stöckchen??

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