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13.2.2011 von Lumpazi.
Kann mir mal jemand sagen, warum Moosi ihre Walking-Runden andauernd noch ein bisschen verlängern muss? Immer wenn ich denke, sie ist gleich zu Ende und ich darf mich ausruhen, dann hängt sie noch ein Stückchen dran. Das ist richtig gemein.
Das allerschrecklichste ist, dass Moosi heute auch noch wieder angefangen hat, um die Talsperre zu joggen. Erst hatte ich noch etwas Hoffnung, weil Moosi gesagt hat, dass sie sich noch sehr schlapp fühlen würde und sicher die Runde nicht schaffen würde. Aber leider war Ernst mit dabei und hat sie angefeuert. Und so hat sie sich mächtig angestrengt und die Runde durchgehalten, und ich musste immer nebenher. 2,9 km lang - eine halbe Stunde Qual. Und dann sagte Moosi noch, demnächst müsse das aber schneller gehen, und dass eine Runde viel zu wenig sei. Hilfe! Was soll ich denn bloß tun? Das muß ich ungedingt verhindern.
Jetzt habe ich Blasen an den Pfoten und sie sind ganz wund. Muskelkater in den Beinen habe ich auch. Das tut richtig weh und ich kann nur noch hinken und gar nicht mehr richtig laufen. Autsch! Ich glaube, ich muß zum Tierarzt.
Ein Glück, dass es wenigstens in der letzten Zeit öfter mal Sonnenschein gibt und ich nicht auch noch im Regen herumlaufen muss. Wenn ich dabei auch noch ein nasses Fell hätte, hätte ich wahrscheinlich schon eine Lungenentzündung.
Mit dem Essen der letzten zwei Wochen konnte ich mich auch nicht wirklich anfreunden. Es ist viel zu wenig und überhaupt nicht lecker. Ich mag kein Obst und auch keinen Salat. Und Vollkornbrot mit Putenwurst oder Corned Beef ohne Butter drunter finde ich auch nicht sehr verlockend. Ganz zu schweigen von diesen ekligen Pellkartoffeln. Moosi scheint eine wahre Vorliebe dafür zu haben, sie isst sie total gerne. Bäh! Anstatt Fleisch gibt es dauernd toten Fisch. Der macht überhaupt nicht richtig satt.
Logisch, dass mein Aussehen sehr unter der miesen Behandlung gelitten hat. Wie soll ich mein Gewicht halten, wenn Moosi mich so schikaniert? Sie selbst hat auch abgenommen, und freut sich darüber. Wie kann man nur!
Einen kleinen Lichtblick gab es aber doch in der letzten Woche: Moosi hatte Freunde zum Fondue eingeladen, und da habe ich mir so richtig den Bauch vollgeschlagen mit vier verschiedenen Fleischsorten, leckeren Saucen und eingelegtem Gemüse. So konnte ich wenigstens das Schlimmste verhindern.
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13.2.2011 von Moosi.
Endlich ist es soweit - es geht mir besser und ich fange wieder an zu joggen. Und mein Mann läuft auch mit, dann ist es nicht so langweilig. Heute morgen haben wir nach einer sehr sehr langen Pause unsere erste Runde gedreht, dabei aber leider einen entscheidenden Fehler gemacht: wir waren nicht früh genug an der Talsperre. Und so machten wir Bekanntschaft mit einer besonderen Spezies der Vogelwelt: der Unbemannten Laufente.
Eigentlich sind wir ja besonders tierlieb und freuen uns an allen Tieren, die wir auf unseren Wanderungen und beim Sport entdecken. So mögen wir auch sehr gerne die possierlichen Indischen Laufenten, die so drollig über den Rasen spazieren, wenn sie nach Nacktschnecken suchen. Die Tierchen sind sehr hübsch anzusehen mit ihrem flaschenförmigen Körper und dem schönen braunen, cremefarbenen oder grauen Gefieder und sie können mit ihren langen Beinen ziemlich schnell laufen. Sie schnattern zwar gerne, aber nicht besonders laut. Sie fühlen sich überall wohl, wo sie ausreichend Wasser zum Schwimmen und frisches Gras finden.
Von diesem hübschen Tierchen gibt es im Bergischen Land aber noch zwei regionale Unterarten. Da ist als wichtigste Spezies die Bergische Laufente. Sie hat ebenfalls ein dezent getöntes Gefieder und hält sich vorwiegend auf den Laufstrecken der Bergischen Wälder auf, wo sie nach und nach einen kräftigen, sportlich gestählten Körper bekommt und sich Energie für die alljährliche Reise in den Süden holt.
Rund um die Remscheider Talsperre gibt es größere Vorkommen dieses sympathischen Vogels. Die Bergische Laufente rennt gerne und ist ziemlich schnell und ausdauernd. Daher gewinnt sie oft Preise auf bekannten Entenschauen wie dem Röntgenlauf oder dem City-Run. Sie ist sehr wetterfest und auch bei dickstem Regen, Schneegestöber und Nebel kann man ihr begegnen. Ihr Geschnatter ist dezent und hält sich in Grenzen. Eine wahre Freude also für jeden Tierfreund.
Die zweite Art nennt man die Unbemannte Laufente. Woran erkennt man diesen Vogel? Die Unbemannte Laufente ist ausschließlich weiblichen Geschlechts und verfügt über zwei besonders hervorstechende Kennzeichen: das schöne Gefieder und die sehr laute, leider nicht besonders schöne Stimme.
Das Gefieder der Laufente ist prächtig und wunderschön gefärbt. Besonders die Federn am Kopf sind sehr dekorativ geordnet, und um Augen und Schnabel herum kann man besonders schöne Farbspiele beobachten. Über den Augen lässt sich häufig ein leuchtend buntes Band rund um den Kopf bewundern. Leider wird der wunderschöne Eindruck dieses Vogels durch das durchdringend laute, penetrante Geschnatter sehr getrübt.
Die Unbemannte Laufente hält einen langen Winterschlaf und wird durch das erste sonnige, wärmere Wetter ins Freie gelockt. Man trifft sie vorwiegend rund um die Remscheider Talsperre, wo sie sich mit wenig Energieaufwand vorwärts bewegt, damit sie ihre Kraft für die anstrengende Balz bewahren kann. An Regentagen, bei Nebel oder Frost bleibt sie im warmen Nest, damit ihr hübsches Gefieder nicht leidet.
Sobald die Unbemannte Laufente das Nest verläßt, beginnt sie zu balzen. Dabei ist sie auf die Männchen der Bergischen Laufente angewiesen. Bei der Balz treffen sich weibliche Enten in kleinen Grüppchen von sechs bis acht Tieren. Wenn sie ein passendes Männchen erspäht haben, machen sie durch lebhaftes, lautes Geschnatter und das Präsentieren des leuchtenden Gefieders auf sich aufmerksam.
Die Balz gestaltet sich meist schwierig, weil viele Männchen beim ersten Klang des Geschnatters panisch flüchten. Trotzdem gelingt es hier und da einem Weibchen, sich mit einem geneigten Männchen zu paaren, wodurch die Spezies bisher nicht vom Aussterben bedroht ist.
Die Art gibt für den Tierfreund leider wenig Anlass zur Freude. Daher ist es ratsam, schon sehr früh am Morgen Joggen zu gehen, wenn sich die Unbemannten Laufenten noch im Nest befinden. Mein Mann und ich haben daher beschlossen, uns in Zukunft den Wecker etwas früher zu stellen, um diesen nervigen Tierchen nicht mehr zu begegnen.
Geschrieben in Meinung - natürlich völlig subjektiv, Weg mit dem Speck!, Uncategorized | Drucken | Keine Kommentare »