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Archive für 9.1.2009

Sado-Maso-Studio

Hiiilfe! Ich glaube, Moosi ist nicht das harmlose, freundliche Wesen, für das ich sie immer gehalten habe. Sie treibt sich neuerdings an sehr dubiosen Orten herum. Wenn das unser Herrchen wüsste!

Letzten Freitag hat sie mit mir und mit “Monstermami”, ihrer Schwägerin, einen Ausflug gemacht. Die beiden waren richtig gut gelaunt und haben gesagt, sie wollten sich mal etwas richtig Gutes gönnen. Na, da wollte ich natürlich auch dabei sein. Wenn es etwas Gutes gibt, darf ich natürlich nicht leer ausgehen.

Zuerst sind die beiden also in die Stadt gefahren. Dort ging es geradewegs zu den “Allee-Arkaden”. Ich hab mich schon auf einen leckeren Kakao mit Sahne gefreut, aber nix mit Kakao! Es gab auch nichts zu essen. Die beiden gingen die Treppe hoch zu einer Institution namens “Health City”und blieben an einer Theke stehen und fragten nach einem Termin zum Probetraining. Probetraining??? Was wollten die da bloß? Das da sah aus wie ein Kosmetikinstitut. Ob sie wohl eine Massage brauchen? So etwas habe ich gerne, das tut richtig gut.

Ein blondgelockter Adonis tat furchtbar wichtig und blätterte in seinem Büchlein nach einem Termin. Aber er hatte keinen frei, sondern vertröstete die beiden auf das Ende der übernächsten Woche. Moosi und Monstermami gingen wieder und waren ein bisschen  sauer, denn dort war es ganz leer und trotzdem hatte niemand Zeit für die beiden. Also gingen wir wieder zum Auto.

Danach sind wir  woanders hingefahren. Auf dem Gebäude stand “Sportfabrik Bremersmann”. Sicher brauchten die beidenMädels neue Turnschuhe und haben gedacht, es gibt dort welche. Wir gingen die Treppe rauf über einen Flur. An den Wänden waren ganz, ganz viele Fotos von Hunden und Katzen aus dem Tierheim. Ich dachte, wer für das Tierheim sammelt, ist bestimmt auch nett zu Schweinehunden.

Wir gingen durch eine Tür mit der Aufschrift “Rock-Café” und dort war ebenfalls eine Theke. Da war aber kein junger Mann, sondern eine sehr nette Frau, und die sagte Moosi und Monstermami, sie könnten gleich mitgehen und ein Probetraining machen. Die beiden zogen sich Sportsachen an und waren ganz fröhlich. Ich natürlich auch, ich mag es, wenn die beiden gute Laune haben. Und ich freute mich schon auf einen leckeren Cappuccino. Aber kaum waren wir die Wendeltreppe hochgegangen, da war meine gute Laune auch schon verflogen.

Ein ganz strenges, böses Herrchen, Helmut, erwartete die beiden. Er fragte sie nach gesundheitlichen Problemen, ihren Ernährungsgewohnheiten, der Entwicklung in den letzten Monaten und nach ihren Zielen für die nächsten Wochen. Dann empfahl er den beiden, wenig Fett, viel Vollkorn und reichlich Obst und Gemüse zu essen und noch mehr auf die Ernährung zu achten. Ich glaube, der ist genau so schlimm wie die bösen Leute bei Aiqum, die einem armen Schweinehund überhaupt nichts gönnen.

Helmut lobte die beiden, dass sie im letzten Jahr  schon gut abgenommen hätten und sagte ihnen, es wäre gut, wenn sie zuerst einmal richtig Fett verbrennen würden. Da wurde ich hellhörig. Ich will kein Fett verbrennen. Ich will höchstens welches essen, in Form von Butter auf dem Brötchen, oder als köstliche Mayonnaise auf einer knusprigen Portion Pommes. Nun zwang er uns zuerst, auf ein paar Fahrrädern wie wild herumzustrampeln. Dabei kamen wir aber keinen Meter voran, denn die Fahrräder haben gar keine richtigen Räder. Danach mussten wir auf ein anderes Gerät, das sich “Stepper” nennt, und das war noch viel schlimmer, wie stundenlanges Treppensteigen. Nur dass man auch da keinen Meter weiterkommt. Ich musste ordentlich hecheln, aber wenigstens bekam ich anschliessend was zu trinken.
Eigentlich hatte ich gedacht, wir würden nun nach Hause gehen und uns erholen, aber ich wurde enttäuscht. Als nächstes mussten wir auf ein Laufband. Das ist fast wie ein Lauf um die Talsperre, aber gar nicht gut für Schweinehunde. Draussen kann ich wenigstens an den Bäumen mein Beinchen heben und andere Schweinehunde beschnuppern. Ich glaube, wenn ich das auf dem Laufband mache, kriege ich von Helmut eins mit der Hundeleine übergezogen.

Nach einer Viertelstunde taten mir meine Pfoten richtig weh, und Moosi sagte, gleich dürfte ich mich auf die Rudermaschine setzen. Ich freute mich schon, denn ich habe ja im Urlaub auch so gemütlich im Boot gesessen, als Moosi mich gerudert hat. Aber ich wurde ganz schrecklich enttäuscht. Ich durfte nicht geruhsam meine armen Pfoten im Wasser kühlen, sondern musste meine ganzen Muskeln anstrengen, damit das Rad vorne in der Maschine ordentlich Wind machte. Das ist Schinderei!

Endlich durfte ich noch eine Portion Wasser schlabbern, ich hatte auch sooo grossen Durst. Helmut sagte, nun hätten die beiden genug Fett verbrannt und ich atmete auf. Endlich ausruhen! Doch ich hatte mich zu früh gefreut. Auf die vielen merkwürdigen, blanken Maschinen im Raum hatte ich leider nicht geachtet und mir keine Gedanken gemacht, wozu die wohl gut sind. Jetzt weiß ich es. Die sind dazu da, um Schweinehunde zu foltern.

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie ich in der nächsten dreiviertel Stunde gequält worden bin. Alle meine Muskeln musste ich anstrengen, bis der ganze Körper schmerzte. Ich musste an Seilen ziehen, Stangen zusammendrücken und sogar Hanteln bewegen. Dann musste ich die Muskeln von meinem armen Bäuchlein anspannen und so schwere Gewichte stemmen wie ein Hafenarbeiter auf einer Hamburger Werft. Jetzt weiß ich auch, was der Spruch am Eingang bedeutet. Da steht nämlich “Du arbeitest für Dich!”

Als ich dachte, ich würde gleich meine arme Hundeseele aushauchen, sind wir endlich gegangen. Ich war überzeugt, dass Monstermami und Moosi es auch gar nicht erwarten konnten, endlich von hier wegzukommen. Sie hatten ja auch so schwer geschuftet wie ich. Doch die beiden waren total begeistert, wie gut Ihnen das getan hätte. Und sie lobten diesen bösen Sklaventreiber Helmut, wie gut er sich um die beiden gekümmert hätte. Gekümmert - Pah! Getriezt hat er sie. Und was haben die beiden gemacht? Sie haben sich darüber gefreut und wollen ab jetzt regelmäßig hingehen. Versteh einer die Menschen.

Auf jeden Fall bin ich sicher, dass das ein Sado-Maso-Studio sein muss, auch wenn die da keine Ledersachen anhaben. Sowas hätte ich von Moosi niiie gedacht.  Pfui!!

Ein ganzes Jahr Hundeleben

Nachdem Moosi am Dienstag ein ganzes Jahr Mitglied bei Aiqum sein wird, habe ich mal darrüber nachgedacht, wie das vergangene Jahr für mich so gelaufen ist.  Ich habe jetzt ein ganzesJahr Hundeleben hinter mir, und ich fürchte, das neue Jahr wird für mich auch kein Zuckerschlecken werden.

Silvester ist vorbei und wie im letzten Jahr hat Moosi wieder gute Vorsätze für das neue Jahr gefasst. Ich verstehe gar nicht, wozu sie das macht. Sie hält sich ja dann doch nicht daran.

Letztes Jahr hat sie gesagt, sie wolle nun besser essen. Und? Hat sie sich daran gehalten? Natürlich nicht! Lauter unappetitliches Zeug hat sie gegessen, und nun ist sie zwar in den letzten Wochen wieder etwas hübscher geworden, aber so schön mollig und rund wie im letzten Winter sieht sie nicht mehr aus. Sie hat sich am Neujahrstag gewogen und hatte 67,3 kg Gewicht. Das sind 10,7 kg weniger als am Neujahrstag 2008.

In diesem Jahr will sie öfter mit mir Gassi gehen, hat sie gesagt. Hoffentlich bedeutet das nicht, dass ich mir jetzt dauernd die Pfoten wundlaufen muß. Hunde möchten schließlich mal Zeit haben, die Laternen und Bäume zu inspizieren.

Weil Moosi sich so verändert hat, habe ich im letzten Jahr mein süßes Faulenzerleben gegen ein echtes Hundeleben eingetauscht. Mein Bauch ist auch lange nicht mehr so schön rund wie am Neujahrstag 2008, ich musste hungern und mich schinden. Ich hatte oft Magenknurren und Muskelkater und war sooo müde. Mein geliebtes Sofa war oft sehr einsam. Schnüff! Moosi ist manchmal richtig gemein.

Ich habe im letzten Jahr aber auch ein paar schöne Dinge erlebt: Der Feinschmeckerurlaub in der Wachau war ganz herrlich, und als Moosi in den letzten Wochen krank war, habe ich mich wieder richtig gut erholen können. Und Weihnachten habe ich zwar nicht jeden Tag ein Festmenü bekommen, aber doch sehr, sehr lecker gegessen.

Was hat sich sonst noch so verändert in meinem Leben? Zuerst war ich sauer auf die vielen doofen Ziegen bei Aiqum, aber ich habe dort auch ein paar seeehr nette Bekanntschaften gemacht. Dort gibt es nämlich ein paar andere Frauchen, die auch einen Schweinehund haben. Ich habe dort also BBs Schweinehund “Herrn Schluri”,  den Bazi von Queen und Chrissies Friedrich kennengelernt, und natürlich meinen neuen Freund Sabot-Öhrli. Der gehört Chrisu und hat noch einen Kumpel. Der kommt aus Irland und heisst Schlendr’Ian. Mit denen habe ich mich zusammengerottet und die SHSH, die “Schweinehunde-Selbsthilfe” gegründet. Wir kriegen die Frauenzimmer schon klein!

Eine Bekanntschaft finde ich allerdings ausgesprochen doof: Das ist der Herr “Ernst”, der die Mädels bei Aiqum immer besucht. Ernst ist so ein muskelbepackter, gut aussehender Lackaffe, der immer meint, man müsse fleissig trainieren und fürchterlich fade Sachen essen. Ich mag den nicht, diesen Idioten. Der hat Null Ahnung, was gut ist. Die anderen Schweinehunde und ich haben deshalb auch einen guten Vorsatz gefasst. Wir stellen dem Ernst eine Falle, und wenn er erst drin ist, dann machen wir ihn fertig und schicken ihn dahin, wo der Pfeffer wächst!

Die letzten zwei Monate waren kein Erfolg

Nach der langen Schreibpause, die ich gezwungenermaßen eingelegt hatte, kommen nun also  die Notizen der letzten zwei Monate aus meiner Kladde ans Tageslicht, die ich für die Zeit vom 9.11.08 bis zum  21.12.08 gemacht habe:

Auch wenn ich in den letzten Wochen ziemlich vor mich hin gekränkelt habe, schäme ich mich doch, dass Lumpazi mich so leicht überreden konnte, nicht mehr auf das Gewicht zu achten. Zuerst hatte ich eine schlimme Erkältung und war viel zu schlapp, um noch Sport zu machen. Deshalb hatte ich meine Bewegung auf Spaziergänge und ein paar Übungen mit dem Theraband beschränkt. Ich war abends wirklich froh, wenn ich meine Ruhe hatte.

Anschliessend bekam ich auch noch einen sehr unangenehm juckenden Ausschlag. Na ja, wenigstens waren es keine Windpocken oder sonst so etwas unangenehmes, sondern eine Allergie. Ich habe ausgesehen wie Krätze-Luzie. Das verschriebene Cortison ist mir auch nicht gut bekommen, ich bin aufgequollen wie ein Schwamm und habe einen Fressanfall nach dem anderen bekommen.  Ich habe mich schlapp und schwindelig gefühlt und hatte dann auch keine Motivation mehr, mich sportlich zu betätigen.

Eigentlich hätte ich mich zusammen reissen müssen. Etwas mehr Bewegung und etwas weniger Essen hätten mir gut getan. Leider war ich aber zu schwach und habe mir nicht genug Mühe gegeben.  Das hat mir eine kräftige Gewichtszunahme beschert und ich habe mir vorgenommen, mir nun wieder mehr Mühe zu geben. Die Weihnachtszeit werde ich noch genießen, aber ich werde versuchen, nicht all zu sehr zu schlemmen. Im neuen Jahr starte ich dann wieder richtig durch, damit dieser blöde Schweinehund nicht am Ende der Sieger ist.

Ich werde mich bessern. Ganz bestimmt!

Da bin ich wieder…….

Hallo Tierfreunde,

habt Ihr mich vermisst? Nein nein, Moosi hatte mich nicht ins Tierheim gegeben und auch nicht in den Keller gesperrt -  wir konnten nur leider den Blechheini nicht benutzen. Moosis Mann braucht den nach Feierabend andauernd für die Arbeit, und da hatten wir beide keine Zeit zum Tippen. Die Firma, in der unser Herrchen arbeitet, zieht um, und er muss dafür sorgen, dass die Computer dort alle schön brav laufen. Jetzt ist er aber fast durch mit der vielen Arbeit und wir beide dürfen wieder in die Tasten hauen.

Moosi und ich haben natürlich wenigstens so viel Zeit gehabt, um unseren täglichen Besuch bei Aiqum zu machen. Schließlich ist Moosi dort ein “Aiqum-Angel” und kümmert sich um die Leute, die Hilfe brauchen.

In den letzten Wochen ist eine ganze Menge passiert, und damit wir uns daran später noch erinnern können,  haben wir  alle Zwei-Wochen-Berichte in ein Heftchen geschrieben. Weil Ihr, meine lieben Tierfreunde, das natürlich nicht lesen könnt, werde ich jetzt mal meine süßen Hundepfoten über die Tastatur flitzen lassen und meine Kommentare zur allgemeinen Lage eintippern.  Sonst wüßtet Ihr ja gar nicht, warum ich wieder so schön rund und gesund aussehe und Moosi mir eine Strafpredigt gehalten hat. Also - so ist das gewesen:

9.11. 2008:

Das hat Moosi nun davon. Warum muss sie auch nach der Arbeit unbedingt noch in die Stadt zum Einkaufen rennen. Bei dem kalten Nieselregen und dieser Saukälte! Natürlich hat sie sich eine fiebrige Erkältung geholt. Sie traute sich auch nicht, ein paar Tage das Bett zu hüten, weil sie doch noch in der Probezeit ist. So war sie nach Feierabend total gerädert, hat abends bibbernd auf dem Sofa gesessen und ist immer früh schlafen gegangen. Deshalb brauchte ich nicht mehr in das kalte Wetter hinaus. Ein Glück. Ich hasse Joggen bei nassem Novemberwetter. Kakaomitsahnestemming ist eine viel gesundere Sportart!

Mir hat das Faulenzen richtig gut gefallen. Schließlich bin ich ja nicht erkältet und ich kann es mir auf dem Sofa so richtig gemütlich machen. Moosi hat mich auch inwischen gut gefüttert. Sie war viel zu müde, um abends selbst etwas zu kochen. Deshalb gab es ein paar Mal was aus der Imbissstube. Das ist gut für die Figur. Manchmal gab es aber leider nur Obst, Joghurt und belegte Brote. Das mag ich nicht so gerne, aber ich werde schon dafür sorgen, dass Moosi sich bessert.

Etwas hat sich immerhin schon gebessert, und das ist ihr Gewicht: Sie wiegt wieder 66,2 Kilo. Ich freue mich schon, wenn sie endlich wieder eine 8 vorne hat.

23.11.2008:

Höhöööh, Moosi sieht aus wie ein Tüpfel-Buntbarsch - sie hat Ausschlag! Seit dem Martinstag hat sie überall am Körper juckende, rote Pusteln. Sie hat sich im Schlaf ein paar mal blutig gekratzt und war stocksauer. Vielleicht kommt der Ausschlag davon, dass ich ihr die Pest an den Hals gewünscht habe, als sie nach der Erkältung wieder joggen gegangen ist. Vorsichtshalber tue ich mal ganz unschuldig, sonst kommt Moosi noch auf dumme Gedanken und setzt mich irgendwo an der Autobahn aus.

Sie war natürlich schon beim Arzt, weil sie gedacht hat, das wäre irgend ein Virus. Glücklicherweise war es nichts ansteckendes. Gepunktete Schweinehunde sehen nämlich nicht sehr attraktiv aus. Seit ein paar Tagen bekommt Frauchen Cortison und ich habe ein richtiges Freudenfest gefeiert. Endlich hat das olle Biest mal wieder richtigen Hunger. Sie hat richtige Fressatacken. Deshalb kann ich mir endlich noch mal nach Herzenslust den Bauch vollschlagen. Ich sehe wieder richtig gut aus - wie ein echter Herzensbrecher.

Moosi ist aber auch richtig hübsch geworden. Sie hat endlich wieder  schön stämmige Beine und ich kann mich auch wieder an sie ankuscheln, ohne blaue Flecke zu bekommen. Mein Frauchen war wirklich brav und folgsam, meine Erziehungsmethode muss also gut sein. Ich bin aber auch eine starke Persönlichkeit! Vielleicht bewerbe ich mich demnächst im Fernsehen, als erste tierische Super-Nanny!

Moosi hat nun wieder ein Gewicht, auf das sie stolz sein kann - 68,2 kg. Was lernen wir daraus: Lieber rote Pusteln als blaue Flecke. Wuff!

7.12.2008:

Ich bin ein bisschen beleidigt. Gestern war Nikolausi, und ich habe nichts Süßes bekommen. Das ist gemein. Nur weil Schweinehunde keine Stiefel haben, die sie aufstellen können, gehen sie immer leer aus. Ich finde das nicht fair!

Moosi hat auch keine Schokolade bekommen, sie war nicht brav genug. Das kommt davon, wenn man nicht nett zu seinem Schweinehund ist und immer dann mit ihm Gassi geht, wenn das arme Tier sich gerade mal ausruhen will. Nach dem Einkaufen muß ich mit Moosi immer zu Fuß gehen, dabei könnten wir so schön mit dem Bus fahren. Zweimal sind wir von der Arbeit aus durch den Wald nach Hause gegangen. Es wurde schon etwas dunkel, aber der Schnee leuchtete noch hell genug.  Moosi braucht im Wald keine Angst haben, wenn ich dabei bin. Ich bin ein guter Wachhund. Nur wenn ich Schokolade sehe, werde ich schon mal abgelenkt.

Moosis lustige rote Tupfen sind jetzt wieder fast verschwunden, ich finde, sie sieht richtig langweilig aus. Ich fand sie viel lustiger mit den vielen niedlichen Pünktchen überall. Leider braucht sie auch kein Cortison mehr zu nehmen. Dabei habe ich mich schon so gefreut, dass es wieder aufwärts geht mit dem Gewicht. Schade, jetzt sind es nur noch 67,2 kg. Aber noch mache ich mir keine Sorgen, es weihnachtet ja schließlich. Wenn das nicht mindestens vier Kilo Hüftgold bringt, fress ich ein Pfund Äpfel.

21.12.2008

Hurra, wir haben bald Urlaub! Zwischen Heiligabend und dem 5. Januar hat Moosi ganz viel Zeit für mich. Überhaupt geht es mir richtig gut. Moosi hat gesagt, dass sie in der Weihnachtszeit keine Kalorien zählen will. Unser Herrchen ist so gestresst und Moosi will ihn mal richtig verwöhnen, weil er doch Weihnachtsnotdienst machen muss und in diesem Jahr keinen Urlaub hat.

Sie hat die Wohnung schön geschmückt und am 15. Dezember hat Moosi Plätzchen fürs Herrchen und für die Familie gebacken. Hmmm, sind die lecker. Es gibt Berliner Brot, Rumplätzchen, Hafermakronen und Butterspritzgebäck. Leider darf ich immer nur gaaanz wenig davon haben. Moosi ist so geizig.

Am 16. Dezember haben wir einen Ausflug gemacht. Erst wollte ich nicht mitgehen, weil sie sich mit zwei von den fiesen Aiqum-Weibsen getroffen hat, die Moosi immer kräftig unterstützen, wenn sie abnehmen will. Damit will ich nichts zu tun haben! Sie waren aber dann doch sehr, sehr nett und haben mit mir und Moosi ein paar Pötte Glühwein getrunken. Deshalb drück ich mal ein Auge zu und sage: Danke Mädels, Ihr seid klasse! Leider hat Moosi trotzdem nichts zugenommen, das Gewicht ist immer noch bei 67,2 kg. Aber wartet nur, die richtigen Freßtage kommen ja noch!

Vorgestern hat mir Moosi eine riesige Strafpredigt verpasst, weil ich ihr jeden Tag in den Ohren liege, dass sie in der Advents- und Weihnachtszeit öfter mal was Gutes kochen und backen soll. Ich habe Hunger auf Gänsebraten mit Knödeln und Schweinerollbraten und Lebkuchen.  Ich will jeden Tag ein Festmenü, das steht mir schließlich zu! Aber ich habe von Ihr ganz ordentlich eins auf die Pfoten bekommen, das tat weh! Deshalb halte ich jetzt lieber mal ein paar Tage den Mund, sonst werde ich womöglich noch in den kalten Keller gesperrt, zu den Kartoffeln.

Ich freue mich schon riiiesig auf die freien Tage. Da werde ich mich nicht vom Sofa wegbewegen. Keinen Millimeter! Da kann Moosi machen, was sie will. Jawoll!

So, jetzt wisst Ihr, was ich so alles in meinem Heftchen stehen habe. Den letzten Figurtest erfahrt Ihr dann in ein paar Tagen. Bis bald,

Euer Lumpazi

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